Stadtrat Dirk Kuke sieht Haarnadelkurve als großes Problem

Engpass für Lkw in Weteritz

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Biegt ein Lkw in Weteritz in Richtung Jerchel ab, kann er schon mal auf die Gegenfahrbahn geraten. Eng wird es bei Begegnungsverkehr.

Gardelegen. Die angekündigte Umleitung im Zuge der Sanierung der B 71 zwischen dem Abzweig Hütten und der Umgehung Haldensleben über die L 25 von und zur B 188, lässt die Weteritzer aufstöhnen.

Denn das bedeutet, wie Stadtrat Dirk Kuke dem Gardelegener Bauamt in einem Antrag mitteilt, „dass die schon jetzt sehr strapazierte Anbindung von der ICE-Brücke bis zur Einmündung auf die B 188 noch stärker belastet wird“, auch wenn es sich nur um wenige Wochen handelt.

Und nicht nur das. Auch er sieht große Schwierigkeiten an der Haarnadelkurve im Ortsbereich. „Schon jetzt treten sehr starke Engpässe auf, wenn sich zwei große LKW-Transporter, zum Beispiel mit Schüttgut, in der Kurve begegnen. Der entgegenkommende Verkehr ist nur schwer einsehbar, die Reaktionszeiten sind, trotz innerorts, kurz.“ Diese Problematik werde sich durch das erhöhte Verkehrsaufkommen weiter verstärken. „Daher beantrage ich die Aufstellung von Leiteinrichtungen in Form von Verkehrsspiegeln, Minimum in Richtung Jerchel“, so Kuke.

Zudem müsse nach Beendigung der Umleitung davon ausgegangen werden, dass die Straßenanbindung von der Kurve in der Ortsmitte bis zur Anbindung an die B 188 dann sicherlich komplett saniert werden müsse. „Auch darauf sollten wir uns einstellen und entsprechende Maßnahmen schon jetzt einplanen beziehungsweise entsprechende Forderungen weiterreichen“, heißt es in dem Antrag weiter, den das Bauamt an die zuständige Landesstraßenbaubehörde Sachsen-Anhalt, Regionalbereich Nord, weiterleitete. Zuständig für die Maßnahme an der B 71 ist der Regionalbereich Mitte, mit dem Nord Rücksprache hielt und Kuke dann mitteilte, „dass vor Beginn der Umleitung eine Beweissicherung erfolgt, um dann nach der Umleitung eventuelle Schäden beseitigen zu können.“ Weiterhin sei die Verkehrssituation in Weteritz bekannt, doch erscheine es „als nicht sinnvoll, hier mit einem Verkehrsspiegel für eine ,höhere´ Sicherheit zu sorgen“. Solch ein Spiegel könne nicht für alle Verkehrsteilnehmer gleichermaßen eingerichtet werden. Einen geeigneten Standort zu finden, sei in diesem Bereich schwer. Dennoch werde mit dem Straßenverkehrsamt gesprochen, ob für den Zeitraum der Umleitung eine andere oder zusätzliche Beschilderung angebracht wäre, auf diese Engstelle hinzuweisen.

Zufrieden war Dirk Kuke mit der Antwort nicht, der eine konstruktive, langfristige Lösung und keine „Hinhaltepolitik“ erwartet.

Von Elke Weisbach

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