Wiepker Feuerwehr vor 85 Jahren gegründet / Taufe des neuen Mannschaftswagens

Elfriede hat Frieda ersetzt

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Den Mannschaftstransportwagen erhielt die Wiepker Feuerwehr bereits Anfang des Jahres. Am Sonnabend wurde er im Zuge des Festes zum 85. Jubiläum der Ortsfeuerwehr offiziell getauft. 

Wiepke. Mit einer Sekt- und Wasserdusche sowie einem Namens-Sticker wurde am Sonnabend der neue Mannschaftstransportwagen (MTW) der Wiepker Ortsfeuerwehr getauft. Elfriede, so der Name des Fahrzeugs, ersetzt aber schon seit Anfang 2016 Frieda, den früheren Transportwagen.

Die Taufe wurde aber erst am Sonnabend vollzogen, als die Ortsfeuerwehr ihren 85. Geburtstag feierte. 

Elfriede wurde der neue MTW der Wiepker Ortsfeuerwehr getauft. Tobias Staats klebte den Namens-Sticker an.

„Das ist schon eine kleine Hausnumme“, meinte Ortswehrleiter Ronald Gaede. Denn den 80. Geburtstag habe man nicht gefeiert. Unter anderem, weil man einfach wegen vieler Wettbewerbe gar nicht die Zeit fand. Nicht nur die Wettkampftruppe ist sehr aktiv, überhaupt ist die Wiepker Ortsfeuerwehr gut aufgestellt. Mit der Löschgruppe Zichtau zusammengenommen engagieren sich 80 Mitglieder.

Innerhalb der Wiepker Ortsfeuerwehr und der Löschgruppe Zichtau engagieren sich 80 Mitglieder. 34 sind in Wiepke aktiv dabei, in der Jugendwehr sind zehn Jugendliche und bei den Wiepker Flammenflitzern machen 14 Kinder mit.

In Wiepke sind 34 aktiv dabei und das bei 230 Einwohnern. „Wir profitieren davon, dass wir so ein junges Dorf sind“, so Gaede. Denn auch an Nachwuchs mangelt es nicht. Zehn Jugendliche und 14 Kinder treffen sich jeweils einmal monatlich zu ihren Diensten. „Ab November sind es sogar 15 Kinder“, sagt Saskia Schlonsak, die derzeit noch beide Gruppen betreut. Bald wird sie sich aber nur noch auf ihre Aufgaben als Jugendwartin konzentrieren, denn die Kinder soll künftig Ulf Sanftenberg betreuen. Außerdem stehen noch weitere Betreuer in den Startlöchern: Lina Holz, Max Meyer, Tobias Staats und Paul Schlonsak absolvieren aktuell die entsprechenden Ausbildungen.

Ortswehrleiter Ronald Gaede (von rechts) begrüßte besonders die ehemaligen Wehrleiter Horst Schulze und Doris Prießmeier sowie Horst Paulitschke, der bei der zweiten Gründung 1946 dabei war.

1931 wurde die Ortsfeuerwehr gegründet (31 Gründungsmitglieder), auf Anregung des Kreisbrandmeisters Linak. Am 18. März 1931 fand die erste Generalversammlung statt, bei der sich der Vorstand gründete: Brandmeister Paul Börns war der erste Wehrleiter, sein Stellvetreter wurde Martin Hildebrandt. Zur Wehrleitung gehörten außerdem der Zugwart Otto Beelitz sowie Walter Berlin und Adolf Packebusch. In den Kriegsjahren zwischen 1940 und 1946 wurde die Feuerwehrarbeit unterbrochen, weshalb es 1946 zu einer Neugründung kam. Mit dabei war Horst Schulze, der das Jubiläum am Sonnabend mitfeierte. Genauso wie Doris Prießmeier, die die Wehr als Oberbrandmeisterin von 1974 bis 1984 leitete, und ihr Vorgänger Horst Paulitschke (Brandmeister), der die Funktion fünf Jahre bekleidete. Seit über 20 Jahren leitet nun schon Ronald Gaede die Geschicke der Wiepker Wehr.

Leonie Höhne, Jannis Sanftenberg (vorne), Domenik Moll und Nikos Sanftenberg machen bei den Wiepker Flammenflitzern mit.

Zu dem Jubiläumsfest kamen neben den eigenen Kameraden auch Mitglieder einiger befreundeter Ortsfeuerwehren (dazu gehören Kloster Neuendorf, Jävenitz, Dannefeld, Quarnebeck, Schenkenhorst, Estedt und Engersen) sowie Wiepker Einwohner. Im Gerätehaus gab es Kaffee und Kuchen und am späteren Nachmittag wurden Schwein am Spieß und verschiedene Beilagen geschlemmt. Die Kinder hatten viel Spaß auf einer Hüpfburg und versuchten, Flaschen aus dem „brennenden Flaschenhaus“ zu spritzen. Auch die historische Spritze stand vor dem Gerätehaus. Die erste Jugendmannschaft hatte sievor einiger Zeit wieder funktionstüchtig gemacht.

Von Hanna Koerdt

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