Bildungsstätte „Rosa Luxemburg“: Altmarkkreis plant Neubau statt Sanierung

Aus einer Kaserne wird keine moderne Schule

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Die einstige Ulanen-Kaserne könnte in einigen Jahren als Schule ausgedient haben. Es wäre der dritte Neubau des Kreises in Gardelegen. Zuvor profitierten die Karl-Marx-Sekundarschule und die Förderschule für Geistigbehinderte von Investitionen.

Gardelegen. „Die Barrierefreiheit ist eine große Frage“, meinte Landrat Michael Ziche am Dienstagabend mit Blick auf die Förderschule „Rosa Luxemburg“ in Gardelegen. Diese war Thema im Kreis-Finanzausschuss.

Und zwar im Rahmen des Investitionsplanes der nächsten Jahre. Demnach könnte 2017 und 2018 ein Schulgebäude entstehen. Rund 4,4 Millionen Euro werden dafür veranschlagt. Ein Teil davon soll über Fördermittel aufgebracht werden. „Wir müssen das aber noch mit den Eltern abstimmen“, erklärte Michael Ziche, dass das Projekt noch ganz am Anfang steht.

Die Probleme mit dem Gebäude sind nicht neu. Bereits vor 15 Jahren wurde über einen Neubau laut nachgedacht. Damals scheiterte dies aber am Willen der Eltern. Nun wird ein erneuter Anlauf gewagt. Denn die Erkenntnis der Fachleute lautet: Aus der alten Ulanen-Kaserne an der Stendaler Straße lässt sich keine moderne Schule machen. Der Kreis hat in den vergangenen Jahren allerdings einiges investiert. Dazu zählen zum Beispiel Fenster, Türen, Heizung, elektrische Anlage und Sanitärräume. Doch an der Substanz lässt sich kaum etwas ändern. Und die ist für eine Bildungsstätte nicht ideal, der Unterricht erstreckt sich über mehrere Etagen. Einen Fahrstuhl gibt es nicht.

Wie ein Neubau aussehen könnte, wird in den nächsten Jahren entschieden. Klar ist, dass auch Kinder und Jugendliche aus der Klötzer Region davon profitieren. Denn die dortige Zinnbergschule wird im nächsten Jahr geschlossen. Ein Teil der Schüler bekommt dann in Gardelegen Unterricht. Dort wird von stabilen Zahlen ausgegangen. Laut dem aktuellen Schulentwicklungsplan des Altmarkkreises bewegt sich die Anzahl der Schützlinge in den nächsten Jahren zwischen 90 und 100. „Rosa Luxemburg“ ist ein regionales Förderzentrum.

Von Christian Ziems

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