Dreck im Dorf erregt Gemüter in Kloster Neuendorf / Lichtblick: Park und Friedhof sauber

„Alles gammelt vor sich hin“

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Im vergangenen Jahr sollte dort schon Ordnung geschaffen werden, aber an den Straßenrändern an der ICE-Brücke wuchert es immer noch vor sich hin. Auch die Gulli sind zugewachsen.

Kloster Neuendorf. Ingo Jonitz sprach es während der jüngsten Ortschaftsratssitzung in Kloster Neuendorf an: „Es gibt ein großes Problem mit der Sauberkeit im Dorf. Alles gammelt vor sich hin. Früher hatten wir im Dorf alles im Griff. Aber nun. . . “.

Ob Parkplatz oder Bushaltestelle, führte der ehemalige Bürgermeister als Beispiele an, die Abfallkörbe sind voll. Der Dreck liegt drumherum verstreut. In der Bushaltestelle ist eine Scheibe kaputt. Besonders schlimm sei es an der Straße an der Brücke über die ICE-Strecke in Verlängerung des Letzlinger Weges, die schon fast zugewachsen sei. „Da ist ewig nichts gemacht worden. Aus den Gullis wachsen schon Birken“, erklärte Jonitz, dem Dieter Dreger, sein Nachfolger im Bürgermeisteramt, nur zustimmen konnte. Wie er sagte, habe er das schon im vergangenen Jahr im zuständigen Amt der Stadtverwaltung zur Sprache gebracht. Und es wurde damals der 4. Juli 2014 als Termin gesetzt, bis wann dort Ordnung geschaffen werden sollte. Passiert sei nichts. Auch das Problem der überquellenden Papierkörbe an den Bushaltestelle bestätigte er.

Früher haben Ingo Jonitz und er, so Dreger, dort sauber gemacht, aber das sei ja nicht ihre Aufgabe. Die der Stadt wohl aber auch nicht, wie Dreger sagte. So wurde es ihm dort mitgeteilt. Das könne nun aber auch nicht sein, erklärte Andreas Höppner, neuer Ortsbürgermeister Kloster Neuendorfs, dem die Vermüllung an den Bushaltestellen auch schon aufgefallen ist. Vielleicht sollten die Papierkörbe generell abgeschafft werden, wie es in der letzten Runde der Ortsbürgermeister diskutiert wurde. Doch dem widersprachen Jonitz und Dreger: „Dann schmeißen die alles in die Ecke.“ Höppner will nun noch einmal Kontakt mit der Stadtverwaltung aufnehmen, nachfragen, wer zuständig, und wie das in der Stadt geregelt ist.

Doch es wurde während der Sitzung nicht nur gemeckert, sondern auch gelobt. Der Friedhof und der Park seien aufgeräumt und sauber gemacht worden. Die Müllecke im Park, die unaufhörlich wuchs, ist beräumt. Nun soll es aber auch so bleiben. Aus diesem Grund will Höppner bei der Stadt nachfragen, ob das Aufstellen eines Schildes wie „Müllabladen verboten“ möglich ist. Außerdem sollte regelmäßig kontrolliert werden, um einem erneuten Abladen von Müll vorzubeugen. Angeregt wurde auch ein diesbezüglicher Info-Brief für alle Haushalte, in dem auch noch einmal darauf hingewiesen werden soll, dass man in der Deponie Lindenberg alles abgeben könne.

Von Elke Weisbach

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