Rastplatz am Soldatenfriedhof bei Wiepke war völlig vermüllt / Künftig kein Papierkorb mehr

„Es sah dort fürchterlich aus“

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Gereinigt: Derselbe Anblick gestern. Der Papierkorb hinter der Holzbank ist verschwunden und wird auch nicht wieder hingestellt.

Wiepke. Es ist eine Stätte des Innehaltens. Der Soldatenfriedhof direkt an der Bundesstraße 71 südlich von Wiepke erinnert an 16 gefallene Wehrmachtssoldaten, die am 14. April 1945, also unmittelbar vor dem Ende des Zweiten Weltkriegs, ihr Leben ließen.

In den vergangenen Wochen bot der direkt davor befindliche Rastplatz mit einer Holzbank einen schlimmen Anblick. Denn nicht nur der daneben befindliche Papierkorb quoll über. Rings herum lag Abfall, von Milchtüten über Taschentücher bis hin zu Verpackungsmaterial.

Gardelegens Ordnungsamtsleiterin Birgit Matthies hat nun Abhilfe geschaffen. „Es sah dort fürchterlich aus“, erschrak sie selbst beim Anblick des zugemüllten Platzes direkt vor dem eingezäunten Friedhof. „Wir mussten deshalb etwas unternehmen.“

Also hat die Gardelegener Stadtverwaltung reagiert. Der Platz wurde gereinigt, der Papierkorb entfernt. Er kommt dort auch nicht wieder hin. Denn „die Verunreinigungen sind nicht durch Besucher des Friedhofes oder durch Passanten entstanden“, sagt Birgit Matthies. Sondern ganz offenbar durch Autofahrer, die dort eine Rast einlegten und die Fläche als Müllabladepatz missbrauchten.

Von Stefan Schmidt

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