Spendenscheck über 9150 Euro an Elvira und Reinhard Rettig überreicht

Dorffest in Wannefeld: „Gezeigt, dass wir noch Nachbarn sind“

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Der amtierende Ortsbürgermeister Roland Eckstein (links), Ortswehrleiter Stephan Baule und Dorfchef Gustav Wienecke (von rechts) überreichten Elvira und Reinhard Rettig den Spendenscheck.

lea Wannefeld. Dass Nächstenliebe und Nachbarschaftshilfe nicht nur Worte sind, zeigte sich am Sonntagvormittag während des Frühschoppens anlässlich des Wannefelder Dorffestes.

Dorffest in Wannefeld

Denn Roland Eckstein als amtierender Ortsbürgermeister und Ortswehrleiter Stephan Baule überreichten Elvira und Reinhard Rettig einen Scheck über 9150 Euro. Das ist die Summe, die bei der Spendenaktion des Dorfes für sie zusammengekommen ist, nachdem Ende Juli vergangenen Jahres ihr Haus in Flammen aufging und sie fast alles verloren hatten.

Schon in den Tagen danach fing eine Welle der Hilfsbereitschaft die beiden auf. Sie kamen im Haus einer Tante unter. Spontan wurden zahlreiche Sachspenden zur Verfügung gestellt. Doch nicht nur das: Initiiert von Ortsbürgermeister Gustav Wienecke im Namen des Ortschaftsrates und der Feuerwehr wurde ein Spendenkonto eingerichtet, auf das auch die Einnahmen des dritten Letzlinger Sommermarktes im August und die der großen Benefizveranstaltung auf dem Letzlinger Schlosshof im September vergangenen Jahres flossen. Dazu kamen unzählige Einzelspenden, die am Ende die große Summe von 9150 Euro bildeten. Den Scheck darüber überreichten am Sonntagvormittag Roland Eckstein und Stephan Baule dem sehr berührten Ehepaar. Die Gäste im vollbesetzten Festzelt applaudierten.

Es war ein unschönes Ereignis, hatte Eckstein zuvor ausgeführt, „das aber gezeigt hat, dass doch noch eine Gemeinschaft existiert. Es hat gezeigt, dass wir noch Nachbarn sind. Ich finde das toll.“ Und Baule ergänzte, dass die Spenden nicht nur aus Wannefeld und den umliegenden Orten kamen, sondern auch von weiter entfernt. Eine Liste mit den Namen werde auch noch an Familie Rettig übergeben.

Elvira Rettig war sichtlich überwältigt, so dass ihr Mann Reinhard es übernahm, auch im Namen seiner Frau, allen für ihre Gaben zu danken. Wem dieses Pech ereile, dem fiele es nicht leicht weiterzumachen. Denn nicht nur das Haus sei abgebrannt, sondern auch viele Erinnerungen mit verbrannt und die viele Arbeit vergangener Jahre innerhalb kürzester Zeit vernichtet. „Doch wir schauen in die Zukunft“, so Reinhard Rettig, „und die steht schon an der Straße.“ Denn das neue Haus steht bereits, müsse nur noch fertig werden. Sie hoffen aber, dass sie zu Weihnachten eingezogen sind und neu beginnen können. Von dem Spendengeld – wie Gustav Wienecke sagte: „Eine schöne Summe“ – wird das Ehepaar das neue Schlafzimmer einrichten. Für die gelungene Spendenaktion gab es auch einen Tusch vom Musikzug der Feuerwehr Mieste, der beim Frühschoppen für den richtigen Ton zuständig war. Dazu wurde Schlachteplatte angeboten, die allen sehr mundete.

Die Kinder tobten derweil auf der Hüpfburg herum, die auch am Sonnabendnachmittag von ihnen immer belagert war. Die Mädchen und Jungen konnten zudem am Sonnabend bei kleinen Spielen auch Preise gewinnen und sich schminken lassen. Im Festzelt wurde in dieser Zeit von den Frauen des Dorfes frisch gebackener Kuchen und Kaffee angeboten. Die zahlreichen Gäste konnten unter nicht weniger als 14 Sorten auswählen.

Am Sonnabendabend wurde im Festzelt getanzt. Den Anfang machten dabei die Letzlinger Lollipops mit Sina Vendt, Lea Weisbach und Michelle Hötling. Etwas später traten auch noch die Frauen des Dorfes mit einem kleinen Sketch auf und sorgten so für eine lustige Tanzpause.

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