Zusätzliche Sirene auf Gardelegens Feuerwehr-Gerätehaus installiert / Auslösung nur manuell

Damit im Ernstfall alle losfahren

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Gardelegens Stadtwehrleiter Sven Rasch.

Gardelegen. Am Sonnabend pünktlich um 12 Uhr war Premiere. Während der monatlichen Probeauslösung der Sirenen in Gardelegen heulte auch jene, die erst seit kurzem direkt auf dem Gardelegener Feuerwehr-Gerätehaus installiert ist.

Mitglieder der Gardelegener Feuerwehr bauten diese Sirene auf dem Dach auf. Damit soll die Sicherheit für die Menschen im Stadtgebiet erhöht werden. Das berichtet Gardelegens Stadtwehrleiter Sven Rasch.

Hintergrund: In der Gardelegener Kernstadt gibt es zwar genügend Sirenen, das Heulen ist im Alarmierungsfall überall zu hören. „Es könnte aber mal sein, dass die Sirenen nicht ausgelöst werden können“, berichtet Sven Rasch. Witterungsbedingt oder durch einen technischen Defekt könnte es trotz Auslösung durch die Leitstelle in Stendal stumm im Stadtgebiet bleiben. Was zur Folge hätte, dass die Einsatzkräfte zu spät oder auch gar nicht losfahren.

Um diesen schlimmsten Fall auszuschließen, wird die Zusatzsirene nicht von der Leitstelle aus bedient. Im Normalfall heult sie überhaupt nicht. „Sie wird ausschließlich manuell angeschaltet“, erläutert Sven Rasch: Durch einen Knopfdruck direkt im Gardelegener Gerätehaus kann sie unabhängig von allen anderen Sirenen ausgelöst werden.

Diese Zusatz-Sirene heulte bis vor kurzem in Roxförde. Dort wurde das Gebäude, auf dem sie über viele Jahre hinweg installiert war, aber an eine Privatperson verkauft, so dass sie vom Dach abgebaut werden musste und nun ihren Dienst an der Gardelegener Feldstaße versieht. In Roxförde ist stattdessen eine neue Sirene angeschafft worden, die an einem anderen Standort aufgebaut wurde.

Während des langen Einheits-Wochenendes gab es in der Gardelegener Kernstadt, bis auf die routinemäßige Probealarmierung am Sonnabend mittag, keinen weiteren Sireneneinsatz.

Von Stefan Schmidt

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