Bundeswehrübungsstadt Schnöggersburg - ein Rundgang

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Der Sakralbau darf laut Genfer Menschenrechtskonvention grundsätzlich nicht von Soldaten im Kampfeinsatz betreten werden.
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In Schnöggersburg gibt es sogar ein eigenes Regierungsviertel mit einem Botschaftsgebäude.

sts Letzlingen. Als die Silhouette am Horizont auftaucht, ahnt man, was eine „Fata Morgana“ ist. Mitten in der menschenleeren und schier endlosen Colbitz-Letzlinger Heide, dem größten unbewohnten Gebiet Mitteleuropas, mitten auf dem dortigen Truppenübungsplatz Altmark, befindet sich Schnöggersburg.

Eine 140 Millionen teure Großbaustelle, dessen Spatenstich vor knapp vier Jahren war. 

Spätestens in weiteren vier Jahren, nämlich 2020, soll alles fertig sein: Eine 6,25 Quadratkilometer große Übungsstadt für Soldaten. Die Bundeswehr lud gestern im Rahmen eines Medientages zur Besichtigung ein. Obwohl: Die Bundeswehr ist streng genommen gar nicht Eigentümer von Schnöggersburg. Zumindest nicht während der Bauphase. So lange ist das Areal aus dem Truppenübungsplatz ausgegliedert und eine Behörde mit Bandwurm-Namen in der Verantwortung: Das „Bundesamt für Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen der Bundeswehr“ und hier das Kompetenzzentrum Baumanagement mit Sitz in Strausberg. Selbst dessen Abkürzung ist ein echter Bandwurm: BAIUDBwKompZBauMgmtSRB. 

Der nordwestliche Teil der Übungsstadt soll 2018 übergeben und zur Nutzung durch die Soldaten freigegeben werden. Dazu gehören Altstadt, Bahnanlagen, Industriegebiet und das noch zu errichtende, aus Containern bestehende nachgebaute Elendsviertel. Die übrigen „Stadtteile“ sollen 2020 fertig sein. „Wir liegen vor dem Zeitplan“, freut sich GÜZ-Leiter Oberst Uwe Becker. Und: Es gibt auch eine Besucherplattform. Das Gebäude auf einer Anhöhe existiert bereits. Von dort aus hat man den besten Überblick über Schnöggersburg, von dort aus können die einzelnen Stadtteile am einfachsten erklärt und gezeigt werden. Nach der Inbetriebnahme der Übungsstadt ist geplant, Besuchergruppen nach vorheriger Anmeldung zu empfangen.

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