Städtebauliche Entwicklung bekommt für die Zukunft ein Konzept

Bürger können mitreden

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Oebisfelde ist eines der beiden Grundzentren der Einheitsgemeinde, für die derzeit ein neues Integriertes Entwicklungskonzept (IEK) erstellt wird. Damit werden die Weichen der Entwicklung der Orte in der Zukunft gestellt. Zum Grundzentrum Oebisfelde gehören die Ortsteile Breitenrode, Buchhorst, Wassensdorf, Weddendorf, Bergfriede, Niendorf, Bösdorf, Gehrendorf, Lockstedt, Rätzlingen, Kathendorf, Etingen und Eickendorf.

Oebisfelde. Für die Stadt Oebisfelde-Weferlingen wird derzeit ein Integriertes Entwicklungskonzept (IEK) erstellt. Das ist wichtig, damit die Stadt auch in Zukunft Fördermittel erhalten kann.

In dem Konzept wird aufgezeigt, wie sich die Stadt mit ihren Ortsteilen in Zukunft entwickeln will und wie die einzelnen Ortsteile miteinander vernetzt werden können. Dazu bilden Oebisfelde und Weferlingen jeweils ein Grundzentrum, die übrigen Orte werden entsprechend ihrer Zugehörigkeit zum Nord- und Südbereich zu den beiden Zentren zugeordnet.

Stichworte des IEK, die untersucht und verbessert werden sollen, sind zum Beispiel der demografische Wandel, der Wegzug von Jüngeren aus der ländlichen Region, Leerstände im Gewerbebereich und die medizinische Unterversorgung.

Zur Erstellung des IEK ist Oebisfelde-Weferlingen in das Förderprogramm „Kleine Städte und Gemeinden“ aufgenommen worden. Das Konzept selbst wird von einem beauftragten Planungsbüro entwickelt, soll aber natürlich die Wünsche und Bedürfnisse der Einwohner vor Ort berücksichtigen.

Deshalb ist zunächst ein Fragebogen entwickelt worden, der von den Einwohnern ausgefüllt werden sollte. „Es ist wichtig, damit wir wissen, ob überhaupt Bedarf da ist“, erklärte die Oebisfelder Ortsbürgermeisterin Bogumila Jacksch im Ortschaftsrat. Sie bat die Einwohner, den Fragebogen unbedingt auszufüllen.

„Ohne diese Info kann nichts bewegt werden“, machte sie deutlich. Alexander Harms wollte wissen, ob auch Kinder den Fragebogen ausfüllen können. Es sei schließlich auch wichtig, ihre Bedürfnisse und Wünsche zu kennen. „Wir wollen den Grundbedarf unter Einbeziehung der Bevölkerung ermitteln“, erläuterte Bauamtsleiter Uwe Dietz den Ansatz. Deshalb gebe es nicht nur einen Fragebogen pro Haushalt, es sei nichts abgezählt. Abgefragt wurden in dem Bogen der Wohnort, seit wann dort gewohnt wird, die Zahl der Personen im Haushalt und ihr Alter und der Beruf. Ob gependelt wird, wird beim Stichwort Mobilität ebenso ermittelt wie der Fakt, ob der eigene Pkw oder öffentliche Verkehrsmittel genutzt werden. Zudem konnten die Befragten ihre Wünsche und Anregungen äußern, die sie im Rahmen der Gestaltung ihres Ortsteils für die Zukunft haben.

Im zweiten Schritt werden die Einwohner nun direkt über das Konzept informiert. Dazu gibt es am Dienstag im Rittersaal der Burg und am Mittwoch in Weferlingen Bürgerversammlungen. „Das Konzept wird die Stärken und Schwächen untersuchen und daraus Schwerpunkte für unsere künftige städtebauliche Entwicklung setzen“, erläutert Bürgermeisterin Silke Wolf. „Das Leben auf dem Land soll für alle, die sich dafür entscheiden, zukunftsträchtig und lebenswert sein“, betont sie weiter. Dieses solle sich in einem „neuen Land(er)leben“ widerspiegeln. Die Stadt hofft auf reges Interesse an den Bürgerversammlungen, bei den eigene Ideen und Wünsche zu der weiteren städtebaulichen Entwicklung vorgetragen werden können.

Von Monika Schmidt

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