Handzettel für die Brummi-Fahrer

Boryszew-Firmenleitung: Keine direkte Handhabe gegenüber Lkw-Zulieferverkehr

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Der Anlieferverkehr vor dem Boryszew-Werk an der Stendaler Chaussee in Gardelegen bereitet mitunter Probleme. Nun sollen den Brummi-Fahrern künftig Handzettel gereicht werden.

Gardelegen. Die mitunter auftretenden Verkehrsprobleme auf der Stendaler Chaussee vor dem Boryszew-Werk (ehemals AKT) hat jüngst den städtischen Bauausschuss beschäftigt.

Und auch Gardelegens Bürgermeisterin Mandy Zepig hat dieses Thema im Rahmen eines Antrittsbesuchs bei der Boryszew-Firmenleitung angesprochen. Darüber berichtete sie während der jüngsten Stadtratssitzung.

Hintergrund: Lkw-Fahrer, die anliefern wollen, stehen vor allem nachts und frühmorgens oft auf der Fahrbahn oder am Fahrbahnrand und dies teilweise entgegen der Fahrtrichtung. Dies haben mehrere Anwohner und Autofahrer während des jüngsten Vor-Ort-Termins des Bauausschusses bemängelt (wir berichteten). „Ich habe während meines Besuchs auch dieses Thema angesprochen“, erklärte Mandy Zepig im Stadtrat. Die Firmenleitung habe zugesagt zu reagieren. Der Logistik-Leiter bei Boryszew werde künftig den Brummi-Fahrern, die ihre Waren anliefern, Handzettel mitgeben, auf denen auf die Verkehrssituation vor dem Haupteingang hingewiesen werde. Denn die Stendaler Chaussee ist öffentlicher Bereich und keinesfalls Firmengelände. Allerdings, das erklärte Mandy Zepig den Stadträten ebenfalls: Boryszew hat keine direkte Weisungsbefugnis. Denn die meisten Lkw-Fahrer sind nicht bei BKD (Boryszew Kunststofftechnik Deutschland, wie das einstige AKT jetzt heißt) angestellt, sondern bei Zulieferfirmen. Somit handele es sich um eine Bitte, keinesfalls um eine dienstliche Anweisung.

Im Bauausschuss wurde angeraten, die Stendaler Chaussee öfter als bisher durch die Polizei zu kontrollieren.

Von Stefan Schmidt

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