Hobby-Historiker Jürgen Bajerski kritisiert Plan der Hospitalsstiftung, das Backhaus abzureißen

Betonschicht über den Backofen

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Gardelegen. In der Diskussion um den möglichen Abriss des denkmalgeschützten Backhauses auf dem Gelände des Großen Hospitals an der Philipp-Müller-Straße in Gardelegen gibt es einen Vorschlag von Jürgen Bajerski.

Hobby-Historiker Jürgen Bajerski: „Es wäre schlimm, wenn das Backhaus wegkommen würde.“

Er ist Hobby-Historiker und Mitglied im Verein für Kultur und Denkmalpflege. Bajerski spricht sich für den Erhalt des historischen Gebäudes aus, das die Gardelegener Wobau abreißen möchte, um dort unter anderem Parkplätze für den künftigen Mieter des Großen Hospitals, den Gardelegener Wasserverband, zu schaffen. „Einen Abriss oder ein Versetzen geht gar nicht“, bekräftigt Bajerski. Denn im Keller des Gebäudes befindet sich ein großer historischer Backofen („Einmalig in der Altmark“), der dann für immer ungenutzt bliebe.

Sein Vorschlag: Eine Betonplatte könnte über diesen Ofen gelegt werden. Dazu könnte man das 20 mal zehn Mete große Backhaus mittels eines Flures mit dem Längsflügel des Großen Hospitals verbinden. Durch bauliche Veränderungen könnte man auch das Schattenproblem, das das Backhaus für Räume der Hospitals-Längsseite aufwirft, beseitigen. Von einem Abriss hält Jürgen Bajerski jedenfalls „gar nichts, weil das alles ein Ensemble ist“.

Die Entscheidung der Hospitalsstiftung unter Vorsitz von Bürgermeisterin Mandy Zepig, das Backhaus abzutragen und einzulagern oder woanders wieder aufzubauen, kritisiert er scharf. „Das ist mir völlig unverständlich“, so Bajerski. Der Backofen im Keller müsse erhalten bleiben „und nachfolgende Generationen können dann entscheiden, was damit passiert“.

Von Stefan Schmidt

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