Befristet, das war einmal

Gardelegens Erzieher erhalten Angebote für unbefristete Arbeitsverträge

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Die Zahl der Kinder in den Gardelegener Kindereinrichtungen wird in den nächsten Jahren wahrscheinlich mindestens stabil bleiben, vielleicht sogar ansteigen. Deshalb gibt es grundsätzlich keine befristeten Verträge für das Personal mehr.

Gardelegen. Normalerweise sind Beifallsbekundungen während einer Stadtratssitzung nicht erlaubt. Darauf weist der Stadtratsvorsitzende Kai-Michael Neubüser immer wieder hin. Doch diesmal gab es eine Ausnahme.

Als nämlich Gardelegens Bürgermeisterin Mandy Zepig bekannt gab, dass allen Erzieherinnen in den städtischen Kindereinrichtungen das Angebot von unbefristeten Verträgen unterbreitet worden sei, gab es Beifall von den Stadträten. Mehrfach schon hatten einige von ihnen darauf hingewiesen, dass Erzieherinnen nur zeitlich befristete Verträge hätten. Solch eine Arbeitsvertrags-Angelegenheit ist ausschließliche Hoheit des Verwaltungschefs bzw. der Verwaltungschefin. Und Mandy Zepig, seit Anfang Juli im Amt, hat nun reagiert.

Hintergrund ist auch, dass in den nächsten Jahren zahlreiche Erzieherinnen in den Vorruhestand bzw. in die Altersteilzeit gehen. Sie machen einen Großteil der Belegschaft aus. „In ein paar Jahren“, weiß die Bürgermeisterin. „bekommen wir ein Generationsproblem.“ Dann müssen jüngere Erzieherinnen her. Da wäre es als erster Schritt hilfreich, wenn die jüngeren Mitarbeiter bei der Stange bleiben. „Wir kriegen keine neuen Erzieherinnen, wenn wir ihnen nur befristete Verträge anbieten“, sagt Mandy Zepig.

Von Stefan Schmidt

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