Kreisverwaltung: Verwunderung über den Denkmalschutz in Gardelegen

Alte Türen müssen wieder eingesetzt werden

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Bei der Sanierung der Kreisverwaltungs-Außenstelle in Gardelegen redet der Denkmalschutz mit – was Thema im Bauausschuss war.

cz Gardelegen. Bauamtsleiter Andreas Freude informierte den Kreis-Bauausschuss am Mittwoch über vergebene Aufträge, die nun umgesetzt werden: Der Punkt Türen für die Außenstelle der Kreisverwaltung in Gardelegen sorgte für Verwunderung.

Denn alte Konstruktionen sollen aufgearbeitet und wieder eingesetzt werden. Die sei eine Auflage des Denkmalschutzes. Kreistagsmitglied Hans-Jörg Krause (Die Linke) zeigte sich darüber verwundert: „Der Landtag von Sachsen-Anhalt steht auch unter Denkmalschutz. Trotzdem ist drinnen alles modern“, verwies der Salzwedeler darauf, dass auch für das Gardelegener Gebäude die aktuellen Ansprüche zu Grunde liegen sollten. Die Frage, ob historische Türen dem im Wege stehen, blieb am Mittwochabend unbeantwortet.

Ebenso wie der Punkt, welche Behörde zuständig ist. Hans-Jörg Krause vermutet, dass die Entscheidung im Unteren Denkmalschutzamt gefällt wurde. Und diese gehört zur Kreisverwaltung, genauso wie das beim Sanieren federführende Bauamt. Der Politiker sprach davon, Auflagen anhand der Gegebenheiten zu entwickeln und nicht von Anfang an festzulegen.

Kreistagsmitglied Horst Wienecke (FDP) brachte ein weiteres Amt ins Spiel. Die Obere Denkmalschutzbehörde in Halle könnte ebenfalls zuständig sein. So sei es zumindest beim Kunrauer Schloss der Fall. „Ein Verwaltungsgebäude kann man nicht mit einem Schloss vergleichen“, überzeugte dies Hans-Jörg Krause nicht. Der Kreisrechtsamtsleiter Jürgen Kulow meldete sich zu Wort und will das Bauordnungsamt befragen. Bei der nächsten Sitzung soll darüber informiert werden, welche Denkmalschutzbehörde für das Gardelegener Gebäude nun zuständig ist.

Währenddessen läuft die grundhafte Sanierung weiter. Allein in diesem Jahr werden 1,1 Millionen Euro investiert. Es ist das größte kommunale Bauprojekt im Altmarkkreis Salzwedel. In das Gebäude an der Philipp-Müller-Straße soll auch das Jobcenter ziehen.

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