Schnöggersburg: Keine Bewohner, kein Mobiliar, aber historische Wegbezeichnungen

Alte Straßennamen für Rohbaustadt

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Das Millionendorf Schnöggersburg erinnert, von oben betrachtet, an eine Spielzeuglandschaft. Insgesamt entstehen auf der Großbaustelle 520 Häuser, die überwiegend im Rohbau stehen bleiben.

Letzlingen. Salchau, Paxförde und Schnöggersburg. Diese drei Dörfer lagen bis in die 1930er Jahre hinein mitten in der Colbitz-Letzlinger Heide.

Bis die Einwohner zwangsumgesiedelt wurden, weil die Wehrmacht in der Colbitz-Letzlinger Heide Platz für militärische Übungen beanspruchte.

Von Paxförde ist nichts mehr da. Im ehemaligen Dorf Salchau befinden sich mit Unterstützung der Bundeswehr wieder das alte Kriegerdenkmal und Reste des Friedhofs sowie ein eher symbolisches Ortsschild. Und Schnöggersburg wird als Kampfstadt wieder aufgebaut. Das „neue“ Schnöggersburg, die 140-Millionen-Investition südlich der Gemarkung Staats im Norden des Truppenübungsplatzes Altmark, hat mit dem alten Dorf allerdings so gut wie nichts mehr gemein. Aber immerhin: Die früheren Straßenbezeichnungen sollen teilweise wieder aufleben. Das erklärte Oberst Hagen Bräuer, Referatsleiter im „Bundesamt für Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen der Bundeswehr“. Diese Behörde beaufsichtigt den Bau der Übungsstadt, die größtenteils aus Rohbauten bestehen wird. Zwar seien noch keine Details bekannt, betonte er während eines „Medientages“ in der vergangenen Woche auf der Großbaustelle Schnöggersburg. Aber die grundsätzliche Idee gebe es, alte Straßennamen wie Bahnhofstraße, Rathausstraße – beide Gebäude wird es in der Übungsstadt geben – und weitere Bezeichnungen wieder zu verwenden.

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