SPD-Kandidatin zieht ins Gardelegener Rathaus ein / 36,1 % Wahlbeteiligung

60,2 %: Sieg für Zepig

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„Yes, she can.“ Die neue Gardelegener Bürgermeisterin Mandy Zepig (im roten T-Shirt) nach Bekanntwerden des Wahlergebnisses am gestrigen Abend inmitten ihrer Unterstützer. Unten rechts ihre Eltern Gudrun und Hans-Dieter Pagels.

Gardelegen. Um 18. 45 Uhr war es soweit. Da stand Kai-Michael Neubüser, der Kandidat der CDU um den Bürgermeisterposten in Gardelegen, am gestrigen Abend von seinem Sitzplatz im Gardelegener Rathaussaal auf und ging hinüber zu seiner Kontrahentin Mandy Zepig.

Zu diesem Zeitpunkt waren zwar erst 36 der 38 Wahllokale im Gardelegener Stadtgebiet ausgezählt. Aber es war da schon klar: Die 39-jährige SPD-Frau wird die nächste hauptamtliche Bürgermeisterin.

Zwölf Minuten später war es dann auch offiziell: Mandy Zepig wird Nachfolgerin des noch amtierenden Bürgermeisters Konrad Fuchs, der am 3. Juli seinen letzten Arbeitstag haben wird. Zepig, die schon im ersten Wahlgang vor zwei Wochen mit 43,9 Prozent klar vor Neubüser lag, kam bei der gestrigen Stichwahl auf 60,2 Prozent der abgegebenen Stimmen. Neubüser erreichte 39,8 Prozent. In absoluten Zahlen ausgedrückt: Für Mandy Zepig stimmten 4283 Wähler und damit 1454 mehr als für Neubüser, für den 2829 Menschen votierten. Die Wahlbeteiligung lag bei 36,1 Prozent. Beim ersten Wahlgang betrug sie 44,0 Prozent.

„Mit einem solch klaren Ergebnis habe ich nicht gerechnet“, zeigte sich Mandy Zepig überrascht. Und das, nachdem unmittelbar nach dem Einblenden des vorläufigen Endergebnisses auf der Leinwand im Rathaussaal ihr Lebenspartner Maik Schumacher sowie Freunde und Familienmitglieder „Yes she can“-T-Shirts überstreiften („Ja, sie kann es“) – an Anlehnung an den legendären „Yes, we can“-Wahlslogan des US-Präsidenten Barack Obama.

Von Stefan Schmidt

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