Dorfgemeinschaftshäuser und andere kommunale Räume öffnen am Sonnabend, 30. Juli

Ein 26-facher Blick ins Innere

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26 kommunale Objekte – wie hier das Dorfgemeinschaftshaus in Breitenfeld – können am Sonnabend, 30. Juli, besichtigt werden.

Gardelegen. Die Liste ist lang. Nicht weniger als 26 Objekte werden am Sonnabend, 30. Juli, für die Öffentlichkeit zugänglich sein. Es handelt sich um kommunale Räume, meist Dorfgemeinschaftshäuser. Sie sind oft der Mittelpunkt im jeweiligen Leben des Ortes.

Wer wie und zu welchem Preis diese Räume nutzt, das hatte vor der Gebietsreform jede damals noch eigenständige Gemeinde selbst entschieden. Entsprechende Unterschiede gibt es. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Das Ziel von Stadtverwaltung und Stadtrat, eine einigermaßen vergleichbare Lösung zu schaffen und in etwa einheitliche Zugangsbedingungen für die Räume zu ermöglichen, wird wohl eines der wichtigsten Themen der Gardelegener Kommunalpolitik in den nächsten Jahren sein. Nach Einschätzung von Bürgermeisterin Mandy Zepig werde es aber voraussichtlich „in diesem Jahr noch keine Entscheidung“ geben.

Zum Beispiel zu der Frage, wer die Räume kostenlos nutzen darf. Einigkeit herrscht weitgehend darin, dass die Ortschaftsräte und die Feuerwehren kein Geld bezahlen müssen – die Kommune, für die der Brandschutz eine Pflichtaufgabe ist, würde sich sonst quasi selbst in die Tasche greifen. Doch es gibt noch offene Fragen: Was ist mit den Rentnertreffen? Was mit den kommunalen Weihnachtsfeiern? Was mit dem Oma-Opa-Tag der örtlichen Kita? Was mit den Proben von Chören und Musikgruppen? All das soll in einer einheitlichen Satzung für die Häuser geregelt werden.

Der „Tag der offenen Türen“ soll dazu dienen, dass sich Kommunalpolitiker genauso wie alle übrigen Bürger der Einheitsgemeinde einen Eindruck vom Zustand der Häuser machen können. Denn möglich wäre am Ende auch eine Staffelung, was die Preise für eine Nutzung angeht.

Von Stefan Schmidt

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