Einheitsgemeinde Bismark könnte Flüchtlinge aufnehmen / Interesse auch bei privaten Anbietern

Wohnungen stehen bereit

Beesewege/Bismark. Zurzeit sind über 1000 Flüchtlinge im Landkreis Stendal untergebracht. Diese Zahl wird in den nächsten Wochen und Monaten aller Voraussicht nach weiter steigen.

Sollten die Wohnkapazitäten in Stendal erschöpft sein, würde der Landkreis wohl auch auf Wohnungen in der Einheitsgemeinde Bismark zurückgreifen.

Auf der Stadtratssitzung am Mittwochabend teilte die Einheitsgemeinde-Bürgermeisterin Verena Schlüsselburg mit, dass die Einheitsgemeinde einen vierköpfigen Arbeitsstab gebildet habe, der für Flüchtlingsfragen verantwortlich sei. Die Vorsitzende dieses Stabes ist die Hauptamtsleiterin Annegret Schwarz. Sie besichtige am Mittwoch mit Stephan Albrecht, Koordinator für Wohnungsfragen beim Landkreis, einige Wohnungen in Bismark, um sich einen Überblick zu verschaffen.

Die Frage des Stadtratsvorsitzenden Andreas Cosmar, ob denn genügend kommunale Wohnungen für 50 Flüchtlinge vorhanden wären, bejahte Schwarz. Allerdings müsse ein Schornsteinfeger noch überprüfen, ob alle brandschutztechnischen Voraussetzung erfüllt seien. Schwarz ergänzte, dass auch einige private Wohnungen in Bismark, Badingen und Deetz dem Landkreis bereits angeboten wurden.

Schlüsselburg stellte diesbezüglich ausdrücklich klar, dass es bisher noch keinen abgeschlossenen Mietvertrag in der Einheitsgemeinde gebe. Des Weiteren wies sie darauf hin, dass die Gemeinde bei einer möglichen Verteilung außerhalb von Stendal nicht an vorderster Stelle stehe.

Von Niels Troelenberg

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