Zahnärztliche Bereitschaft seit Neujahr in den Altkreisen Gardelegen und Klötze zusammengelegt

Weitere Wege zum Notdienst

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Ein geschulter Blick in den Mund offenbart dem Zahnarzt, wo der Schmerz herkommt. Bis es allerdings im Notfall zu einer Untersuchung kommen kann, müssen Patienten aus der Einheitsgemeinde seit Neujahr vereinzelt längere Wege in Kauf nehmen.

Bismark. Wer in seinem Leben schon einmal außerhalb der üblichen Praxissprechzeiten so starke Zahnschmerzen hatte, dass er unbedingt einen Zahnarzt aufsuchen musste, weiß, wie wichtig kurze Wege zu einem Notdienst sind.

Weil zum 1. Januar 2016 der zahnärztliche Notdienst in den Altkreisen Gardelegen und Klötze zusammengelegt wurde, kann es für die Bewohner der Einheitsgemeinde Bismark vereinzelt zu längeren Wegen kommen.

Wenn der am Wochenende oder an Feiertagen geschlossen hat, gibt es einen aktiven und einen passiven Bereitschaftsdienst. Beim aktiven Dienst öffnet eine Praxis für einen bestimmten Zeitraum, in dem im Optimalfall alle Notpatienten nacheinander erscheinen und behandelt werden können. Beim passiven Bereitschaftsdienst wird der Arzt im Notfall angerufen und muss dann seine Praxis öffnen, um den Patienten zu behandeln. Das könnte zum Beispiel den Nachteil haben, dass auch der Arzt eine gewisse Zeit benötigt, um zu seinem Arbeitsplatz zu gelangen.

Seit dem 1. Januar ist der Notdienst in den Altkreisen Gardelegen, wozu auch Bismark zählt, und Klötze zusammengelegt. Dieser Entschluss sei von den beiden Altkreisen auf Wunsch der Klötzer Zahnärzte gefasst worden, erklärt Helmut Franke, Zahnarzt und Kreisstellenleiter in Gardelegen. Die Klötzer Zahnärzte hatten die Gardelegener Kollegen um Unterstützung gebeten, weil sie deutlich häufiger Notdienste übernehmen mussten, begründet er. „Wichtig ist“, so Franke, „dass der Bereitschaftsdienst abgesichert ist. Und das ist er.“

Von Niels Troelenberg

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