Sie sitzen in über 1000 Bäumen

Verwaltung meldet vom Eichenprozessionsspinner befallene Bäume

+
Die sehr feinen Brennhaare der Raupe des Eichen-Prozessionsspinner (Thaumetopoea processionea) brechen sehr leicht und können bei günstiger Witterung durch Luftströmungen über weite Strecken getragen werden.

Bismark / Stendal. Zurzeit erfassen die Gemeinden die Bäume, die vom Eichen-Prozessionsspinner befallen sind, um diese dem Landkreis zu melden. Denn der ist für die Bekämpfung zuständig.

In der Einheitsgemeinde wurden bereits mehr als 1000 Bäume mit Befall festgestellt.

Der Eichenprozessionsspinner (Thaumetopoea processionea) ist ein Schmetterling (Nachtfalter) aus der Familie der Zahnspinner (Notodontidae). Die sehr feinen Brennhaare der Raupe, die sehr leicht brechen und bei günstiger Witterung durch Luftströmungen über weite Strecken getragen werden können, enthalten ein Eiweißgift namens Thaumetopoein. Die Brennhaare lösen bei Berührung mit der Haut toxische Reaktionen aus. Damit so wenig wie möglich dieser Haare freigesetzt werden, bekämpft man die Tiere durch Boden- und Luftbesprühungen.

Zum jetzigen Zeitpunkt wurden in den Ortschaften der Einheitsgemeinde Bismark bereits mehr als 1000 Bäume erfasst, teilt Hauptamtsleiterin Annegret Schwarz mit. Davon sind 541 für die Bekämpfung vom Boden aus angemeldet. Hiervon stehen sieben auf Privatgrundstücken. Im vergangenene Jahr hatte die Einheitsgemeinde Bismark insgesamt 610 Bäume für die Bekämpfung vom Boden aus angemeldet.

Die Gesamtkosten für die Boden- und Luftbekämpfung beliefen sich dafür auf 7200 Euro, was einem Betrag von 4,64 Euro pro Baum entspricht.

Was die Bekämpfung in diesem Jahr kosten wird, steht noch nicht fest. Allerdings sind die 7200 Euro aus dem vergangenen Jahr wieder im Haushalt eingestellt.

Von Niels Troelenberg

Mehr zum Thema

Kommentare