Mitarbeiter legen den Betrieb für vier Stunden lahm / Petra Schwalbe: „Beschäftigte sind sauer“

Uelzena Bismark: Käserei tritt in den Warnstreik

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Die Frühschicht traf auf die nächste Schicht, um sich mit Westen und Mützen mit den anderen streikenden anzuschließen.

mb Bismark. Die Fahnen bei den Tarifverhandlungen der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) um die Löhne und Gehälter mit der Altmark-Käserei Uelzena stehen auf Sturm.

Pünktlich mit dem Wechsel der Frühschicht um 13 Uhr trat gestern der Großteil der Bismarker Belegschaft in den Warnstreik. Auch Andreas Höppner, Landtagsmitglied der Linken, war vor Ort. Zwei Prozent mehr Geld hatte der Arbeitgeber bisher in Aussicht gestellt. Viel zu wenig, finden die knapp 100 Beschäftigten des Bismarker Käse- und Butter-Herstellers.

Die Produktion ruhte von 13 bis 17 Uhr aber die Milchannahme rollte damit kein Schaden entsteht.

„Die Beschäftigten in den ostdeutschen Bundesländern leisten genauso gute Arbeit wie im Westen. Es ist beschämend, dass wir über 25 Jahre nach der Einheit deswegen in Aktion treten müssen. Die Beschäftigten sind sauer und werden das mit Warnstreiks deutlich machen“ , erklärt Petra Schwalbe, Verhandlungsführerin des NGG und Vorsitzende des Landesbezirkes Ost. Die gegenwärtigen Probleme der Milchwirtschaft dürften weder auf dem Rücken der Beschäftigten der Milchwirtschaft noch auf dem Rücken der Bauern ausgetragen werden. Der Streik dauerte bis 17 Uhr an.

Der Landtagsabgeordnete Andreas Höppner (Die Linke) twitterte gestern direkt vom Warnstreik.

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