Neue Attraktion zum Erntedankfest enthüllt / Ortsfeuerwehr wird mit Holzsitzbank beschenkt

Treffenfeld-Wegweiser eingeweiht

+
Die Feinerländer Musikanten gaben ein Platzkonzert.

Könnigde. Pfarrer Michael Schuft aus Garlipp führte durch den Festgottesdienst, als Könnigde sein traditionelles Erntedankfest feierte. Erstmals seit Jahren läutete dafür wieder die Glocke im Kirchturm (AZ berichtete).

Im Gotteshaus war rund um den Altar zu sehen, was in den vergangenen Wochen auf Feldern reifte und in Gärten geerntet worden ist.

Die Kirche war fast bis auf den letzten Platz gefüllt. Und die Spannung war groß, denn gleich im Anschluss wurde auf dem Dorfplatz direkt neben dem Könnigder Gedenkstein ein Treffenfeld-Wegweiser eingeweiht. Das Holzgerüst trägt auf seiner Spitze den brandenburgischen Adler. Und auf dem doppelseitig beschrifteten Hinweisobjekt sind die Orte Holzhausen, Klinke, Schäplitz und Bismark als Nachbarn verewigt. Darüber hinaus gibt es Tafeln mit den Orten, an denen der große Sohn des Dorfs – Joachim Hennigs von Treffenfeld – gewirkt hat – wie Stralsund, Fehrbellin, Stettin und Berlin. Und auch zur Kirche und damit der letzten Ruhestätte – der von Treffenfeld-Gruft unter dem Gebäude – zeigt ein Schild.

Und als am Sonntag Joachim Hennigs von Treffenfeld, alias Michael Raue, sein Volk vom Erntewagen begrüßte, hatte er ein Geschenk für die Könnigder Ortsfeuerwehr mitgebracht, denn Ortswehrleiter Peter Schütze und Kamerad Michael Schulze konnten auf einer nagelneuen Holzbank für das Gerätehaus Probe sitzen. Nach dem festlichen Schenkungsakt und der Einweihung des Treffenfeld-Wegweisers, an dessen Fuße auch ein QR-Code angebracht ist, zog die Erntedankfest-Gemeinde zur Treffenfeldscheune und damit zum Stammdomizil des Könnigder Heimatvereins, der sich um die weitere Ausgestaltung des Ereignisses rührig kümmerte.

So gab es zum Stärken Schwein am Spieß sowie erfrischende Getränke, denn es herrschte kaiserliches Wetter. Am Nachmittag füllte sich das weitläufige Areal mit mindestens etwa 300 Besuchern, die die Gemeinschaft bei Kaffee, Kuchen, Gegrilltem und stimmungsvoller Blasmusik genossen. Für den Klang sorgten die Fienerländer Blasmusikanten mit einem sogenannten Platzkonzert, das zum Mitsingen und Mitschunkeln anregte. Für die Jüngsten standen eine Hüpfburg und ein Schminkstand bereit. Wer Lust hatte, konnte sich im Bogenschießen ausprobierten oder historische Landwirtschaftstechnik und antike Handwerksgeräte bewundern.

Auch Rassegeflügel-Fans und Tauben-Liebhaber sowie Pony-Freunde kamen auf ihre Kosten. Die Ponys kamen bei den Kindern gut an, denn das Pferdchenstreicheln steht bei den Jüngsten hoch im Kurs. Bis in den späten Nachmittag feierte Könnigde sein Erntedankfest mit vielen Gästen aus der Altmark und Umgebung.

Von Maik Bock

Kommentare