Berkauer Familie öffnet erstmals ihren Wohlfühlgarten für hunderte Besucher

Thinibels Paradies punktet

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Auf mehr als 3000 Quadratmetern Gartenland konnten die Besucher, die auch aus Wolfsburg, dem Bördekreis und dem Wendland kamen, flanieren und ganz besondere Details entdecken.

mb Berkau. Christiane und Karl-Heinz Thinibel aus Berkau können eine gelungene Premiere verbuchen: Sie waren erstmals bei der vom Tourismusverband initiierten Aktion „Gartenlandschaft Altmark“ dabei.

Christiane und Karl-Heinz Thinibel mit Bella öffneten ihr persönliches Gartenreich für hunderte Besucher.

Dort erlebten sie einen wahren Ansturm auf ihr Gartenreich. Mehrere hundert Besucher aus Nah und Fern sahen sich das 3500 Quadratmeter große Grundstück an der Dorfstraße 40 an.

Seit 30 Jahren wohnen die Thinibels in ihrem Haus. Aus dem ehemaligen Nutzgarten ist in einer Umbauzeit von ca. zehn Jahren ein Wohlfühlgarten geworden. Mit zur Familie gehört Hündin Bella, die sich am Sonntag in Herrchens Nähe sichtlich wohl fühlte. Nur mit dem Trubel konnte Bella nicht so viel anfangen.

Auf einem kleinen Markt beteiligte sich die Stiftung Uhlebüll mit handwerklichen Holzarbeiten am „Offenen Garten“ in Berkau.

Schon am Eingang zum Thinibelschen Hof erwartete den Besucher eine Überraschung: Im Hoftor war ein Loch – eine eigens von Karl-Heinz eingebaute Besucher-Zähleinrichtung. Für die Gäste galt es, Wallnüsse durch das Loch zu werfen, die dann in einem kleinen Säckchen landeten und Aufschluss über die Besucherzahl gaben. Bei Kaffee und Kuchen konnten die Gäste den Tag mit seinen sonnenreichen Momenten genießen.

Eine Schwengelpumpe als farbenfrohes Kunstwerk.

Wie Christiane Thinibel erzählte, ist aus dem einstigen Nutzgarten der Familie, der 15 bis 20 Jahre bewirtschaftet wurde, ein weitläufiges Areal zur Erholung geworden. „Mein Mann und ich haben unsere Ideen hier verwirklicht“, sagte Thinibel. Viele kleine Details gab es zu entdecken – verschiedene Gerätschaften der Holzbearbeitung etwa. In Ruhezonen konnte man Platz nehmen oder auch in kleiner Runde über die Wiese spazieren. Alles in allem ein Garten, der in der Region seinesgleichen sucht. Die Besucher waren von der Gestaltung sehr angetan. Am Sonntag gab es aber auch noch einen kleinen Markt der Stiftung Uhlebüll mit handwerklichen Holzarbeiten.

Gunnar Herms hat diese „Schwalbe“ per Airbrush-Mischtechnik umlackiert.

Zur „Gartenlandschaft Altmark“ gesellte sich zudem Fahrzeuglackierer Gunnar Herms, der in Berkau sein Zuhause hat und 2015 mit seiner Graffiti-Airbrush-Mischtechnik Bundessieger beim Leistungswettbewerb des Deutschen Handwerks wurde. In einer kleinen Ausstellung zeigte Herms einige seiner Werke und auch eine von ihm gestaltete Simon „Schwalbe“.

Besucher-Zähleinrichtung Marke Eigenbau: Jeder Gast warf eine Nuss durch das Loch.

Bis in den frühen Abend hinein herrschte an der Berkauer Dorfstraße ein Kommen und Gehen. An den Kennzeichen der Autos konnte man sehen, dass die Besucher aus beiden Altmarkkreisen, aus dem Bördekreis, aus Wolfsburg, Havelberg und dem Wendland kamen.

In der Region Bismark beteiligte sich an den „Offenen Gärten“ auch der Verein Seniorentagesstätte Schloss Kläden mit seinem Sinnesgarten.

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