Anliegerversammlung zu den Arbeiten in Meßdorf / Umleitung über Neue Straße / Los geht es am 3. August

Straßenbau wird 300 000 Euro teurer

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An der großen Kreuzung Schul- / Hauptstraße in Meßdorf werden am 3. August die Bauarbeiten beginnen. Zunächst soll der nördliche Teil der Schulstraße, dann die Hauptstraße von Grund auf erneuert werden.

Meßdorf. Der demnächst beginnende Straßenbau in Meßdorf wird mit 1,4 Millionen Euro um 300 000 Euro teurer als geplant. Warum und was genau geplant ist, erfuhren interessierte Einwohner am Montagabend im örtlichen Bürgerhaus.

Am 20. Juli soll es an der Schul- und Hauptstraße mit vorbereitenden Arbeiten losgehen. Fraglich ist, ob der Straßenbau bis Jahresende beendet sein wird.

Nach einer Begrüßung der Anlieger durch Ortsbürgermeister Uwe Lenz übergab Bauamtsleiter Erik Dähne das Wort an Frank Weigel von der Landesstraßenbaubehörde. Weigel erklärte, wie der Straßenbau ablaufen soll. Auf einer Gesamtlänge von 475 Metern werde zunächst der nördliche Teil der Schulstraße und im Anschluss die Hauptstraße erneuert. Auf der nördlichen Seite der Hauptstraße soll ein Radweg parallel zur Straße entstehen. Während fast der gesamten Bauzeit sei die Neue Straße als Umleitung geplant.

Andreas Braune, Bauleiter des ausführenden Unternehmens Ost Bau aus Osterburg, räumte ein, dass die eigentlichen Baumaßnahmen erst am 3. August beginnen werden, weil vorher vorbereitende Maßnahmen durchgeführt werden müssten. Hier nannte er unter anderem die Sichtung der Häuser durch einen Gutachter. Anfragen und Anregungen, die währen der Bauphase auftreten, könnten jederzeit mit dem Polier vor Ort besprochen werden, zudem gebe es einmal wöchentlich eine Bauberatung vor Ort.

Anwohner werden gebeten, ihre Mülltonnen zu beschriften, damit diese an einen Sammelpunkt gebracht werden können. Fahrzeuge sollten möglichst außerhalb der Grundstücke geparkt werden, weil ein Befahren der Straße zwar grundsätzlich möglich sei, allerdings der Versicherungsschutz entfalle, wenn etwas passiert. Auch die „Fußgänglichkeit“ werde „eigentlich garantiert“.

Das ehrgeizige Ziel, bis zum Ende des Jahres fertig zu sein, bezeichnetete Braune als „enge Kiste“.

Jan Salomo von der Bauüberwachung wies darauf hin, dass wichtige Termine wie Umzüge, Krankentransporte und Anlieferungen während der Bauphase auch angemeldet werden könnten.

Auf eine Anwohner-Anfrage, weshalb sich die Kosten von der ersten Schätzung in Höhe von 1,1 auf 1,4 Millionen Euro erhöht haben, antwortete Peter Pickler vom Planungsbüro, dass die Nachfrage den Preis bestimme und dass es gerade kaum Firmen gebe, die eine solche Baumaßnahme stemmen könnten.

Auf eine weitere Anfrage, wie die Anpassung der Zufahrten geschieht, sagte Pickler, dass erst einmal bis zur bautechnisch notwendigen Grenze gepflastert werde. Die Anpassung des Restes könne mit der Baufirma abgestimmt werden. Auf den Einwand, dass die Neue Straße in Folge der Umleitung massiv leiden könnte, erwiderte Pickler, dass die Wiederherstellung der Umleitungsstrecke vertraglich festgelegt sei.

Von Niels Troelenberg

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