Misshandeltes Mädchen aus Bismark hat den Kampf um sein Leben verloren

Die kleine Emily ist tot

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In Bismark verbreitete sich die Nachricht vom Tod der kleinen Emily gestern wie ein Lauffeuer. Vor dem Hauseingang wurden weitere Blumen abgelegt und Kerzen entzündet.

Bismark. Das schwer misshandelte Mädchen aus Bismark ist heute in der Magdeburger Uni-Klinik gestorben. Dort hatte die 18 Monate alte Emily seit ein paar Tagen um ihr noch so junges Leben gekämpft.

Plüschtiere, Kerzen und ein Bild von dem kleinen Mädchen, das ihren schweren Verletzungen erlag, wurden vor der Wohnungstür in Bismark abgelegt.

Wie berichtet, war das Kleinkind schwer misshandelt worden. Im Verdacht steht die 20-jährige Freundin des Kindsvaters. Sie soll selbst schwanger sein. „Sie hat ihr auf den Schädel eingeschlagen“, sagte der Vater des Kleinkindes auf Radio Brocken. Er selbst sei bei der Arbeit gewesen, als die Tat geschah: „Ich war Geld verdienen, damit ich meiner Familie etwas bieten kann“. Er habe jetzt den Leichnam Emilys zur Organspende freigegeben: „Wir wissen dann, dass sie irgendwo anders Leben retten kann“. Derweil kündigten die Ermittlungsbehörden an, dass der Leichnam obduziert werden soll.

In Bismark verbreitete sich die Nachricht wie ein Lauffeuer. Vor der Haustür der Familie werden weiter Blumen und Plüschtiere abgelegt und Kerzen entzündet. Auch dort stellt man sich die Frage: Wäre Emilys Tod vermeidbar gewesen? Immerhin wurde die Familie seit fast einem Jahr vom sozialpädagogischen Familiendienst des Landkreises Stendal betreut.

Von Ulrike Meineke

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