Erstes Simson-Treffen im Freibad Dobberkau-Möllenbeck war ein voller Erfolg

Kesse Bienen auf heißen Maschinen

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Lena Alberecht (v.l.), Jennifer Hiepler, Antonia Czinzoll, Lea Falk und Janne Hausmann mit ihren rassigen Mopeds.

mb Bismark. Sie werden von ihren männlichen Fahrerkollegen gerne „Simson-Schnitten“ genannt, doch die Mädels, die eine Simson fahren, wissen genau über ihren rollenden Untersatz Bescheid und sind sich auf für das Schrauben nicht zu schade.

Lena Alberecht (Dobberkau), Jennifer Hiepler (Bismark), Antonia Czinzoll (Badingen), Lea Falk (Hohenwulsch) und Janne Hausmann (Garlipp), alle 16 Jahre jung, kennen sich schon seit vielen Jahren durch die Schule, die sie zusammen in Bismark besuchen. Auch im Hobby-Simsonfahren sind die Mädels vereint und so war es klar, dass man sich beim 1. Simson-Treffen am Freibad Dobberkau/Möllenbeck sah.

Was man in Selbstbauweise mit Zweirädern veranstalten kann, konnte man auch vielfältig in Augenschein nehmen.

Zu DDR-Zeiten war sie heiß begehrt und wer keine Simson unter dem Hintern hatte, konnte nicht mitreden. Auch 26 Jahre nach der Wende ist die Simson immer noch auf den Straßen anzutreffen und das wird dank vieler Freunde der DDR-Kult-Marke auch weiterhin so bleiben.

Der Vorsitzende des Fördervereins zur Erhaltung des Freibades, Lars Reimann, hatte eines Nachts die Idee, in Dobberkau ein Treffen der Simson-Freunde durchzuführen. Gedacht, getan – und zusammen mit dem Förderverein fanden sich schnell einige Organisatoren und was noch wichtiger ist Sponsoren und viele Simson-Freunde aus der ganzen Altmark in Möllenbeck ein. Mehr als 80 Zweirad- und Dreiradfahrer standen auf dem kleinen Parkplatz am Freibad und das Organisationsteam um Lars Reimann war total platt angesichts der vielen jungen und alten Fans der Simson.

Ein wahres Schätzchen ist im Besitz von Marcel Harmgarth: ein Robur Duo 4/2, Baujahr 1989, das liebevoll gepflegt wird. Solche und andere Raritäten fanden sich auf dem Simson-Treffen im Freibad von Dobberkau-Möllenbeck.

Für ihre oft weite Anreise wurden die Zwei- und Dreiradlenker mit kostenloser Bratwurst sowie kühlen Getränken belohnt. Da eine Simson auch durstig ist, wurden Tankgutscheine verlost und auf einer Hindernisstrecke konnte man die eigene Geschicklichkeit auf den Maschinen unter Beweis stellen. Neben der „Rennstrecke“ gab es Simson-Latein und reichlich Gesprächsstoff über die eigene Simson oder die vielen liebevoll hergerichteten Maschinen, zumal weitere Ost-Kult-Zweiräder am Nachmittag auch noch in Möllenbeck vorfuhren. So standen die Zweiräder mit den DDR-typischen Namen „Spatz“ oder „Habicht“, dem „Duo“ oder der Cross-Simson dicht an dicht.

Die wohl weiteste Anreise hatte Siegfried Bowe aus Uchtdorf bei Tangerhütte, der mit einer Schwalbe anrollte. Doch am Sonnabend waren es viele Jugendliche, die mit den Mopeds sprichwörtlich anknatterten. Für Lars Reimann ein Beweis, dass man solch ein Treffen der Simson-Freunde öfter abhalten sollte.

Es gab ein großes Gruppenbild unter dem Motto „Ich war dabei“ und bis in den Abend eine tolle Zusammenkunft der Zweitakter-Gemeinde.

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