54-jähriger Mann flieht vor Polizeikontrolle / Zwei Verletzte

Filmreife Verfolgsjagd bei Badingen: Fahrer flüchtet angetrunken vor Polizei

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Wieder in Badingen endete die Flucht unsanft an einem Bordstein.

ds Könnigde / Badingen. Ein angetrunkener 54-jähriger Autofahrer lieferte sich am Sonnabend bei Bismark eine filmreife Verfolgungsjagd mit der Polizei. Ergebnis: Zwei Verletzte und diverse beschädigte Fahrzeuge.

Ein 54-jähriger Skoda-Fahrer aus Bismark flüchtete gegen 23.30 Uhr zunächst bei einer Verkehrskontrolle in Badingen und fuhr über die L 30 in Richtung Kläden. Die Polizei nahm sofort die Verfolgung auf. Der Skoda-Fahrer setzte seine Flucht über einen Feldweg in Richtung Könnigde fort. In einer Linkskurve der Ortslage setzten die Polizeibeamten zu einem Überholmanöver an. Hierbei wurde das Polizeifahrzeug vom Skoda-Fahrer abgedrängt in dessen weiteren Folge es zu einer ersten seitlichen Berührung beider Wagen kam und der Überholvorgang abgebrochen werden musste. Der Skoda wurde weiter verfolgt. Anschließend bremste der Skoda-Fahrer den Streifenwagen aus, es kam zu einer zweiten Kollision. Der Skoda-Fahrer fuhr unbeirrt weiter, hielt aber seinen Pkw noch in Könnigde an. Dort stiegen die beiden Polizeibeamten aus, um die Kontrolle durchzuführen. Als sich der Polizeibeamte seitlich vor den Skoda stellte und die Fahrertür öffnete, beschleunigte der 54-Jährige erneute und setzte seine Flucht fort. Nur durch einen Sprung zur Seite konnte der Polizist verhindern, dass er angefahren wurde. Die Beamten nahmen erneut die Verfolgung auf.

Aus bislang ungeklärter Ursache kam der Skoda-Fahrer dann in Badingen in der Ernst-Thälmann-Straße von der Fahrbahn ab und kollidierte frontal mit einer Grundstücksumfriedung. Bei diesem Manöver verletzte sich sowohl der Fahrer als auch seine 46-jährige Beifahrerin, ebenfalls aus Bismark, leicht. Sie wurde vorsorglich in das Krankenhaus nach Stendal gebracht. Der Skoda-Fahrer wurde in Gewahrsam genommen und nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wieder auf freiem Fuß gesetzt. Auch die beiden Polizeibeamten wurden durch die Kollisionen leicht verletzt. Während der 37-jährige Fahrzeugführer weiter dienstfähig war, musste sein 52-jähriger Kollege noch am Abend einen Arzt aufsuchen und konnte letztendlich seinen Dienst nicht wieder aufnehmen.

Der Grund für die Flucht vor der Polizei stellte sich schnell heraus. Obgleich der Skoda-Fahrer eine Atemalkoholkontrolle vor Ort ablehnte, war deutlich sichtbar, dass er unter Alkoholeinwirkung unterwegs war. Der Skoda-Fahrer wird sich jetzt wegen Gefährdung des Straßenverkehrs und fahrlässiger Körperverletzung verantworten müssen. Sein Führerschein wurde sichergestellt und eine Blutprobenentnahme veranlasst.

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