Obduktion mit klarem Ergebnis / Fünf Tage nach dem Tod sitzt die Stiefmutter in U-Haft

Emily wurde der Schädel eingeschlagen

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Die Anteilnahme an Emilys Tod wächst täglich. Ihre Stiefmutter soll ihr „auf den Schädel eingeschlagen“ haben. Sie sitzt in U-Haft.

Bismark. Fünf Tage nach dem Tod der kleinen Emily Joline F. aus Bismark sitzt ihre 20-jährige Stiefmutter B. in Untersuchungshaft.

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Die kleine Emily ist tot

Die Obduktion des 18 Monate alten Mädchens hatte ergeben, dass „massive stumpfe Gewalteinwirkungen gegen den Kopf“ zum Tode des Kleinkindes geführt hatten. Die Lebensgefährtin des leiblichen Vaters von Emily soll dem Mädchen diese schlimmen Verletzungen zugefügt haben. Es bestehe „dringender Tatverdacht“, teilte Thomas Kramer, Sprecher der Stendaler Staatsanwaltschaft, gestern mit.

Die Untersuchungshaft sei am Mittwoch dieser Woche aufgrund des klaren Obduktionsergebnisses angeordnet worden. Medizinische Sachverständige seien überzeugt davon, dass Emily an den Folgen der schweren Misshandlungen gestorben ist.

Ein Kommentar von Redakteurin Ulrike Meineke: "Wer Kindern sowas antut, der..."

Wie berichtet, war die schwangere Freundin des Kindsvaters mit Emily allein zu Hause, als die Tat passierte. Der Vater hatte das alleinige Sorgerecht. „Sie hat ihr auf den Schädel eingeschlagen“, sagte er in einem Radio-Brocken-Interview. Er selbst sei zur Tatzeit – Montag vergangener Woche – arbeiten gewesen. Am Mittwoch starb Emily in der Magdeburger Uni-Klinik. Die Stiefmutter selbst hatte den Notarzt angerufen, als Emily nicht mehr atmete. Das Kind war ins Krankenhaus nach Stendal gebracht und von dort aufgrund ihrer schweren Verletzungen in die Universitätsklinik der Landeshauptstadt verlegt worden.

Gegen die 20-Jährige wird wegen Körperverletzung mit Todesfolge ermittelt, so die Staatsanwaltschaft gestern.

Von Ulrike Meineke

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