Unternehmer aus Meßdorf stattet seine Angestellten mit modernster Technik aus

Digitale Erfassung der Arbeitszeiten durch Smartphones

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Michael Metzger ist Geschäftsführer eines Lohnunternehmens in Meßdorf. Er kann die Arbeitszeiten seiner Angestellten jetzt auch digital erfassen.

nt Meßdorf. Mit dem 1. Januar 2015 ist das Mindestlohngesetz deutschlandweit in Kraft getreten. Durch die ebenfalls in diesem Gesetz geforderte Dokumentation der Arbeitszeiten sowie deren Einhaltung steht für viele Unternehmen auch noch eine weitere Herausforderung.

So auch für ein Lohnunternehmen aus Meßdorf, das in dieser Frage neue Wege geht.

Die Forderung, Arbeitszeiten zu erfassen, ist natürlich nicht ganz neu. Mehrarbeit über acht Stunden musste schon zuvor von Arbeitgebern dokumentiert werden. Gelöst hat das Lohnunternehmen die Aufzeichnungspflicht mit Betriebshandys, die die Arbeitszeiten der Mitarbeiter mit der Nutzung spezieller Apps erfassen. Der junge Geschäftsführer Michael Metzger hat zu diesem Zweck für seine Mitarbeiter gleich neue Smartphones angeschafft.

Die Ausweitung der Arbeitszeit, die laut Gesetz zehn Stunden pro Tag nicht überschreiten darf, ist durch Sondergenehmigung seitens der Aufsichtsbehörde möglich und wird von einigen Unternehmen auch genutzt. Der Einsatz von Erntehelfern ist jedoch viel schwieriger geworden. Während früher Stunden auf das Jahr verteilt werden konnten, dürfen Helfer auf Minijobbasis bei Zahlung des Mindestlohnes kaum mehr als 45 Stunden für das Lohnunternehmen tätig werden. Zum Einsatz der Erntehelfer in seinem Betrieb sagt Metzger: „Nach drei Tagen auf dem Feld muss ich sie teilweise wieder nach Hause schicken. Doch wir sehen es sportlich, Herausforderungen sind dazu da, um sie zu meistern.“

Seit September 2015 ist der junge Altmärker der Chef im Betrieb und hat damit auch frischen Wind in das Unternehmen gebracht. Um als Lohnunternehmen zukünftig bestehen zu können, sei es nicht nur wichtig, große Maschinen und Technik vorzuhalten. „Das ist eine Grundvoraussetzung, unsere Mitarbeiter sind es letztendlich, die den Erfolg ausmachen“, erklärt der Meßdorfer. Deshalb habe er damit begonnen, neue Strukturen einzuführen.

So gibt es seit dieser Saison mindestens drei Stammfahrer für die verschiedenen Dienstleistungsbereiche, Abteilungsleiter übernehmen Führungsaufgaben und auch der Einsatz des Einzelnen an Wochenenden wird wenn möglich reduziert. Metzger schätzt die Situation so ein: „Wir sind zwar vom Wetter abhängig, aber wenn eine Arbeit auch Montag statt sonntags erledigt werden kann, dann versuchen wir, da auch den Kunden mitzunehmen.“ Zudem versucht der Unternehmer, immer ein offenes Ohr für seine Angestellten zu haben. Das fördere den Zusammenhalt.

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