Zwei Spende-Termine an einem Tag / Oktober-Imbiss beim DRK, Büfett plus 10 Euro bei ITM

„Blutige“ Konkurrenz in Bismark

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(Symbolfoto)

mb/mei Bismark. In Bismark machen sich die Blutspende-Dienste gegenseitig Konkurrenz, was einige Spender auf die Palme bringt: Am Donnerstag konnte beim Deutschen Roten Kreuz (DRK) und beim Blutspendedienst des Instituts für Transfusionsmedizin (ITM) Suhl gespendet werden, das in Bismark seit knapp drei Jahren präsent ist.

Wer beim DRK spenden wollte, ging in die Sekundarschule, wer ITM bevorzugte, war im Altenheim „Neue Heimat“ richtig. „Wohin gehen?“, fragten sich nun die Bismarker, die es „doof“ finden, dass zwei Blutspende-Termine an einem Tag stattfinden. Ja, es sei zu einer „terminlichen Überschneidung“ gekommen, räumte man auf Nachfrage beim ITM ein. Von Seiten des DRK hieß es, dass man den Plan der Suhler nicht kenne, aber das ITM sehr wohl den Plan des DRK.

So war es wohl auch eine Frage der „Entschädigung“, wohin die Bismarker ihren Lebenssaft trugen: In der Schule, also beim DRK, gab es einen Imbiss passend zum Oktober mit Leberkäse, Weißwurst und weiteren Spezialitäten. Im Altenpflegeheim bot das ITM ein kaltes Büfett plus zehn Euro Aufwandsentschädigung an.

Laura Schütze aus Bismark und Daniela Rothe aus Berkau jedenfalls werden auch weiterhin zum DRK kommen. In der Schule sei es „harmonischer“, außerdem seien die Aufteilung der Räume und der Platzbedarf „besser“. Udo Dregewsky sprach aus, was viele dachten: „Zwei Spende-Termine an einem Tag, das ist nicht in Ordnung“, denn dadurch kämen pro Anbieter weniger Spender.

Das war aber offenbar nicht der Fall: Der DRK-Blutspendedienst Dessau/Roßlau sprach gestern von 73 Spendern plus sechs Erstspendern. Mit 70 habe man insgesamt gerechnet. Das ITM hatte nach eigenen Angaben 51 Spender.

Enrico Schmitt, Leiter der Versorgungsgruppe des DRK aus Stendal, brachte es so auf den Punkt: „Jeder Spender soll selbst entscheiden, wo er spenden geht und wo er sich dabei am wohlsten fühlt.“ Hauptsache sei doch, die Bürger würden überhaupt zur Blutspende gehen.

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