Bismarker Heimatverein gibt jungen Rolandstädtern erlebnisreichen Naturkunde-Unterricht

Von Bienen, Bäumen und Bräuchen

+
Ein Dutzend Helfer für 60 Kreisstädter im Einsatz: Bodo Bretschneider (l.) erklärte den Ganztagsgrundschülern Bäume des Waldes, Bismarks Rassegeflügelzüchter präsentierten ihre schönsten Tiere und Waldemar Schreiber verriet Fakten über Feldfrüchte.

Hohenwulsch / Stendal. Einen besonders erlebnisreichen Unterrichtstag mitten in der Natur haben 60 Mädchen und Jungen der Stendaler Ganztagsgrundschule genossen, als sie mit ihren Lehrerinnen einen Ausflug aus der Kreisstadt nach Hohenwulsch machten.

Schon die Fahrt war für die Kinder in kleines Erlebnis, denn von Stendal ging es mit dem Zug bis zur Haltestelle Hohenwulsch. Der restliche Weg bis zum Info-Zentrum am Naturlehrweg absolvierten die Rolandstädter dann als kleine Wanderstrecke.

Am Info-Zentrum, das der Natur- und Heimatverein Bismark/Kläden betreibt, gab es viele Stunden lang beim sogenannten Waldspiel jede Menge zu erleben. Vereinsvorsitzender Erwin Ackermann hatte dafürwieder viele seiner ehrenamtlichen Helfer aus Ortschaften rundum Hohenwulsch aktiviert. So unterstützte etwa ein Dutzend Damen und Herren den Vereinschef an diesem Tag.

Die Stendaler Grundschülerwurden in acht Gruppen eingeteilt. Jede Gruppe bekam einen Tiernamen und einen Teamkapitän. Gegen 10 Uhr ging es dann los, an elf Stationen das Wissen der Kinder zu testen. Und siehe da, die jungen Kreisstädter wussten bereits eine ganze Menge über ihre Umwelt – von Pflanzen, Tieren und Bäumen. Es gab es Abschnitte, wie ein Baum-Museum, eine Station mit Fakten über die Feldfrüchte von der Kartoffel bis zum Rettich. Weiter ging es mit Haus und Garten, einem Wissenstoto, verschiedenen Tierpräparaten vom Mauswiesel bis zum Keilerkopf, einer Stippvisite im Bienenhaus bei Imker Werner Winkelmann, dem Fühlen und Erkennen mittels Tastsinn, etwas Sport und dazu Geschicklichkeit, jagdlichem Brauchtum sowie die Aufgaben der Jägerschaft, der Kleintierzucht. Um schließlich einen Rundgang auf dem Naturlehrweg nahe desSportplatzes zu erleben. Bis zum Mittag waren die Kinder beschäftigt, erfuhren viel Neues und konnten ihr Wissen festigen. Zum Mittag wurde am Sportlerheim gegrillt. Gestärkt ging es nachmittags wieder mit dem Zug in Richtung Stendal zurück.

Von Maik Bock

Kommentare