Kripo ermittelt

Rakete detoniert: Asylbewerber in Bismark beleidigt und bedroht

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Die Kripo ermittelt. In Bismark wurden Asylbewerber am Wochenende Opfer mehrerer Attacken.

mdk Bismark. Beleidigungen, Bedrohungen, eindeutige Gesten und eine Silvesterrakete: Am Wochenende wurden Asylbewerber in Bismark gleich mehrfach Opfer von verbalen Attacken und mehr. Angefangen hatte die Serie am Sonnabend gegen 19 Uhr, als zwei Syrer auf offener Straße angegangen wurden.

Die beiden Männer waren an der Gartenstraße Ecke Döllnitzer Straße unterwegs, als sie von einem Pärchen aus einem VW heraus beleidigt wurden. Am Steuer saß eine 25-jährige Fahrerin, ihr Begleiter, ebenfalls 25 Jahre alt, zeigte den ausgestreckten Mittelfinger in Richtung der Syrer und spuckte verächtlich aus. Kurze Zeit später fuhr das Fahrzeug laut Bericht auf der Döllnitzer Straße an der Asylbewerberunterkunft vorbei. Dort wiederholte sich der Vorgang. Drei weitere Syrer wurden verbal attackiert.

Später, gegen 22 Uhr, detonierte über dem Grundstück des Asylbewerberheims eine Silvesterrakete. Laut Polizei wurde der Feuerwerkskörper vom gegenüberliegenden Parkplatz aus gezündet. Die mutmaßlichen Täter, vier Männer und eine Frau, die nicht näher beschrieben werden können, flüchteten in Richtung Berkauer Straße.

Am frühen Sonntagmorgen dann der nächste Zwischenfall: Gegen 2.30 Uhr wurde ein unbekannter Mann dabei beobachtet, wie er von außen durch ein Fenster die Bewohner der Asylbewerberunkunft beobachtete. Nachdem der Mann entdeckt und angesprochen wurde, deutete er mit der Hand eine Schnittbewegung über seinem Hals an und flüchtete.

Die Polizei ist nun auf die Hilfe der Bevölkerung angewiesen. In den drei geschilderten Fällen werden Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, gebeten, sich unter Telefon (03931) 68 52 91 im Polizeirevier Stendal oder in jeder anderen Polizeidienststelle zu melden.

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