Kesselgulasch, Bier und die Ascanier / Veranstaltung soll fester Bestandteil des Heimatvereins werden

Zünftiges beim Brau- und Backtag

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Die Besucher genossen im Schatten der „Diesdorf-Eiche“ den ersten Brau- und Backtag des Förder- und Heimatvereins.

Diesdorf. „Wir können mit dem 1. Brau- und Backtag zufrieden sein. Es war ein Kommen und Gehen“, resümiert der Vorsitzende des Fördervereins Alte Darre, Fritz Kloß.

In ihren historischen Kostümen boten „Mönch“ Ulf Knoblauch und „Bauersfrau“ Gisela Bode Kesselgulasch an.

Und er kündigte an, diesen Brau- und Backtag als festen Veranstaltungstermin in Diesdorf zu etablieren. Förderverein und Heimatverein hatten nicht nur mit Kesselgulasch, Kürbissuppe, selbst gebackenem Brot, Schmalzstullen, Waffeln sowie Demmert-Landbier für Essen und Trinken gesorgt, sondern zudem zwei historische Vorträge zur Geschichte des Bierbrauens und über die Ascanier in der Altmark im Angebot.

Braumeister Wolfgang Demmert erzählte vom Hopfen.

Weiter konnten die Besucher eine Quilt-Ausstellung der Künstlerin Karin Flacke sowie einr Ausstellung über die Geschichte der Darre von Ingelore Fischer besuchen. Zwei Radfahrer aus Hessen, die zufällig vorbei radelten, waren von der Darre und vom Engagement der Mitglieder begeistert. Obwohl sie noch rund 70 Kilometer vor sich hatten, legten sie an der Darre eine längere Pause ein und genossen das besondere Ambiente.

Nachmittags referierte Wolfgang Demmert über die Geschichte des Bierbrauens in der Region und ging dabei verstärkt auf den Hopfenanbau in der Altmark ein, der hier einmal sehr verbreitet war. „Auch Hopfen, der zur Gattung der Hanfpflanzen gehört, wurde in der Alten Darre einst getrocknet“, wusste der Braumeister aus Neuendorf.

Elisabeth Thom bot herzhafte und süße Waffeln an.

Carsten Brückner vom Verein „Ascanische Altmark“ setzte sich in seinem Vortrag mit der Geschichte der Ascanier auseinander. Die Ascanier waren ein Uradelsgeschlecht mit Ursprung in Aschersleben. Unter deren Regie entstand letztendlich die Mark Brandenburg zu der die Altmark als älteste Region der Mark gehörte. Von der Altmark aus wurden weite Teile der späteren Mark Brandenburg christianisiert. Doch bevor die Ascanier regierten, gehört die Altmark unter Karl dem Großen zu Sachsen. Brückner streifte in seinem Vortrag viele Jahrhunderte und viele Herrscher. Am Ende entstand das Deutsche Reich. Reich.die Altmark spielte dabei eine wichtige Rolle.

Von Rüdiger Lange

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