"Das ist völlig inakzeptabel in einer Demokratie"

Zerstörte Wahlplakate: Straftaten in Diesdorf, Rohrberg und Wallstawe

+
An der Diesdorfer Tankstelle aus Richtung Waddekath wurde ein Aufsteller der SPD zur Landtagswahl am 13. März komplett umgerissen. Weitere Parteien beklagen Vandalismus an Wahlplakaten im Kreisgebiet.

zu Beetzendorf-Diesdorf. Parteien des gesamten politischen Spektrums beklagen derzeit Zerstörungen an aufgestellten Wahlplakaten. Sachbeschädigungen wurden in den vergangenen Tagen unter anderem in Diesdorf, Rohrberg, Wallstawe und Salzwedel registriert.

Im Vorfeld der Landtagswahlen am 13. März äußerte sich auch der SPD-Landtagskandidat Jürgen Barth auf Anfrage der AZ zu der Zerstörungswut: „Das ist völlig inakzeptabel in einer Demokratie. Ich habe bei meinen Fahrten durch die Region unter anderem beschädigte Plakate und Aufsteller in Diesdorf, Wallstawe, Rohrberg und an der Salzwedeler Schillerstraße festgestellt“, so Barth.

In Rohrberg wurde das Papier eines Plakates der Partei Die Linke am Ortseingang aus Richtung Ahlum zerfetzt. An der Diesdorfer Tankstelle wurde ein großer Wahlaufsteller der SPD komplett mitsamt seinen Metallhalterungen umgerissen.

Auch die Alternative für Deutschland (AfD) beklagte im AZ-Gespräch die Zerstörung einiger ihrer Plakate, wie auch die bewusste Störung einiger öffentlicher Wahlkampfauftritte. „Ja, das kommt vor, doch mit Demokratie hat das nichts zu tun. Wir lassen die zerstörten Plakate bewusst einige Tage so hängen, bevor wir sie erneuern. Das soll ruhig jeder sehen“, sagte der AfD-Kreisvorsitzende Stephan Namendorf. Die mutwillige Zerstörung eines Wahlplakates gilt als Sachbeschädigung und ist eine Straftat. Hinweise zur Aufklärung nimmt die Polizei unter Tel. (039 01) 84 80 entgegen.

Kommentare