Bürger und Ortschef: Dringlichkeit der Sanierung der B 248 fraglich

Wundern über Baustelle in Kuhfelde

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Sackgasse in Püggen: Ab dem Kuhfelder Ortsteil geht nichts mehr in Richtung Brome oder Wolfsburg. Bürgermeister Frank Leskien nennt andere Straßen, auf deren Sanierung bereits seit Jahren gewartet werde. Auch der weitere Ausbau des Radweges entlang der Bundesstraße liegt dem Kuhfelder Gemeindechef auf dem Herzen.

Kuhfelde / Rohrberg. „Da musste sicherlich mal wieder irgendein Geldtopf leer gemacht werden“, meint Kuhfeldes Bürgermeister Frank Leskien über die aktuelle Sanierung der Bundesstraße 248.

Dort wird derzeit der Straßenabschnitt zwischen Rohrberg und Püggen bearbeitet (wir berichteten).

War der Straßenabschnitt der B 248 bei Rohrberg wirklich schon sanierungsbedürftig? Genau das bezweifeln viele Bürger.

Die Verwunderung über diese Baumaßnahme teilen viele Bürger mit dem Ortschef. Die Dringlichkeit sei mehr als fraglich. „Der gesamte Straßenabschnitt war doch eigentlich noch ganz gut und gar nicht marode. Man muss sich nur mal bei den Einwohnern in der Gemeinde zu dem Thema umhören – die meisten denken genauso“, so Leskien auf Anfrage der AZ. Aus Sicht des Kuhfelder Bürgermeisters gibt es andere, wichtigere Sanierungsbereiche in Sachen Landes- und Bundesstraßen. Seit Jahren warten beispielsweise Apenburg und Beetzendorf auf den weiteren Ausbau der Ortsdurchfahrten. Und seit Jahren werden die Kommunen seitens der zuständigen Straßenbaubehörden immer aufs Neue vertröstet.

Ärger oder zumindest Unverständnis in Kuhfelde gab es bereits beim Bau des Radweges zwischen Rohrberg und Mellin. Denn: Seit Jahren kämpft die Gemeinde Kuhfelde um einen Radweg zwischen Salzwedel (Warthe-Kreisel) bis nach Kuhfelde, Püggen und dann weiter nach Rohrberg. „Diese Strecke würde seitens der Radfahrer allein schon wegen der Sicherheit stärker frequentiert als die nun ausgebaute Radwegstrecke von Rohrberg in Richtung Brome“, meint Leskien. Der Abschnitt der B 248 zwischen Salzwedel und Rohrberg sei wegen seiner unübersichtlichen Hügel eine der gefährlichsten Straßen in der westlichen Altmark überhaupt.

Mit dem Bau des Radweges Rohrberg-Mellin wurde laut Straßenbau-Regionalbereichsleiter Manfred Krüger die Lücke zwischen der Landesgrenze Niedersachsen / Sachsen-Anhalt und Rohrberg geschlossen und die Sicherheit der Radtouristen erhöht. Die Weiterführung des Radweges entlang der B 248 von Rohrberg bis Vitzke / Kuhfelde ist laut Krüger derzeit nicht in Planung. Die Radwegeabschnitte Rohrberg-Püggen und Püggen-Vitzke sind im Entwurf des Landesradverkehrsplanes als Maßnahmen des weiteren Bedarfs enthalten. Planungen gibt es dazu aber noch nicht. Der Radweg zwischen Kuhfelde und Warthe-Kreisel ist soweit abgeschlossen, dass das Baurechtsverfahren beantragt werden kann.

Von Kai Zuber

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