Wünsche der Wehren vom Ordnungs- und Feuerschutzausschuss unter der Lupe

Zu wenig Löschwasser in Diesdorf und Dähre

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Diesdorfer Wehrleiter Mario Meier (l.) führte die Ausschussmitglieder durch die Gebäude und informierte über den aktuellen Stand. Außerdem wurde die Feuerwehr in Dähre inspiziert und Probleme kamen auf den Tisch.

Diesdorf / Dähre. Der Ordnungs- und Feueschutzausschuss der Verbandgemeinde (VG) Beetzendorf-Diesdorf sah sich am Mittwoch in den Feuerwehren Diesdorf und Dähre um, die „Filetstücke der VG“, wie VG-Wehrleiter Bert Juschus anschließend betonte.

Informiert wurden die Ratsherren in Diesdorf von Wehrleiter Mario Meier. Bei ihm stand an erster Stelle der Wunsch nach der Sanierung der Giebelseite des hinteren Gebäudes. „Die Giebelseite ist erstmal das Wichtigste, der Rest kann warten“, unterstrich er. Mit Einsatzfahrzeugen ist die Wehr relativ gut besetzt. „Am Ende des Jahres wird das LF 16 gegen ein LF 20 ausgetauscht werden“, informiert Meier. Das sah bei der Feuerwehr Dähre anders aus. Dort setzt man gezwungener Maßen immer noch auf den alten W 50.

Obwohl ein neues Tanklöschfahrzeug (TLF) dringend notwendig wäre. „Besonders in den Randgebieten haben wir akute Probleme mit der Wasserversorgung“, machte Wehrleiter Hans Heinrich Brohmann aufmerksam. Deutlich sei das im letzten Jahr bei einem kleinen Waldbrand bei Schmölau geworden. Dort waren alle TLF aus der Region im Einsatz. Damit waren die Kapazitäten ausgereizt. „Ein Unfall hätte nicht noch passieren dürfen“, hieß es. „Es wäre gut, wenn das nächste TLF hier her kommt, damit wir unsere Wasserprobleme in den Griff bekommen“, so Hans Heinrich Brohmann.

Zudem stand ein weiteres Thema im Mittelpunkt: Die Funkkanäle. „Wir sind die größte Verbandsgemeinde in Sachsen-Anhalt, dennoch haben wir fünf Funkkanäle zugeteilt bekommen, wie jede andere auch. Was wir brauchen sind die Kanäle von eins bis acht“, fordert Bert Juschus. Zumal noch 15 weiterer Reservekanäle vorhanden seien. „Das ganze ist eigentlich nur ein Programmierproblem“, so der VG-Wehrleiter. Eine Beschwerde an den Landkreis hätte es bereits gegeben, passiert ist seitdem nicht viel. Ausschussvorsitzender Frank Leskien versprach, dass die VG „Druck machen werde.“

Bei der abschließenden Zusammenkunft zeigte sich Leskien dennoch zufrieden: „Wir als Verbandsgemeinde brauchen uns mit unseren Feuerwehren nicht zu verstecken.“ Und weiter: „Ihr fordert zurecht Dinge, die bedient werden müssen.“

Ausschussmitglied Lothar Köppe nutzte außerdem die Gelegenheit, um auf das stürmische Wochenende zurückzublicken: „Wie die Feuerwehren am Freitag trotz nasser Klamotten die umgestürzten Bäume von der Straße geräumt haben, war spitze. Schade, dass es dennoch Bürger gab, die wegen Nichtigkeiten rufen, obwohl die Wehren an anderer Stelle dringender gebraucht worden sind.“

Von Melanie Friedrichs

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