Apenburg-Winterfelder Rat diskutiert über Fischsterben an der Purnitz

Vorwürfe gegen Umweltamt

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Die Angelteiche an der Purnitz seien derzeit tote Gewässer, erklärte Mark Wöllmann bei der Ratssitzung in Altensalzwedel. Die Einstellung der Untersuchungen durch die Kreisbehörden fanden die Ratsmitglieder am Dienstag unerklärlich.

Altensalzwedel. „Ich habe klare Fotos“ betonte Mark Wöllmann, Ratsmitglied, am Dienstagabend in der Ratssitzung der Gemeinde Apenburg-Winterfeld in Altensalzwedel.

Wöllmann ist sich sicher, dass der Verursacher des Fischsterbens in der Purnitz und den Teichen in Apenburg vor einigen Wochen ein großer Agrar-Betrieb in Klötze Nord war. „Wer hat dort den Hahn aufgedreht?“, fragte das Ratsmitglied in die Runde. Er habe selbst gesehen, dass dort eine große Leitung verlaufe, an deren Ende Gülle-Sickerwasser in die Purnitz geflossen sei.

Genau dieses Ergebnis, allerdings ohne Hinweise auf einen Verursacher, gab Bürgermeister Harald Josten in seinem Bericht bekannt. „Es gab einen Sauerstoffmangel und eine für die Fische tödliche Stickstoffverbindung“, erklärte Josten. „Jetzt sind die Ermittlungen eingestellt. Kein Verursacher bedeutet also auch keinen Schadensersatz“, erklärte der Bürgermeister, der sich über die Informationspolitik des Kreises und der Unteren Wasserbehörde sehr enttäuscht zeigte. „Bei uns ist so gut wie nichts angekommen.“

Von David Schröder

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