Kuhfelder Ortschef hält weiteren Vorstoß zur Lösung des Problems für möglich

Zu viel: Tempo 80 an der Schule soll geändert werden

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Mit Tempo 80 dürfen Autofahrer offiziell direkt an der Kuhfelder Grundschule vorbei rasen. Doch auch mit 90 oder 100 Stundenkilometer rauschen sie teilweise über die B 248.

Kuhfelde. Wie lange noch dürfen Autofahrer mit Tempo 80 an der Kuhfelder Schule vorbei rasen? Viele Bürger meinen, dass es an der Zeit sei, hier etwas zur Sicherheit der Schüler zu unternehmen.

Es sei landes- oder sogar bundesweit fast einmalig, dass unmittelbar vor einer vielbesuchten Bildungseinrichtung derart gerast werden darf, hieß es auch seitens einiger Elternvetreter. Kuhfeldes Ortschef Frank Leskien hält diesbezüglich einen weiteren Vorstoß zur Lösung des Problems für möglich und nötig: „Wir haben ja bereits als Gemeinde versucht hier etwas gemeinsam mit dem Altmarkkreis zu unternehmen, um die Raser an der Bundesstraße 248 in Kuhfelde zu stoppen. Es gab auch einen Ortstermin mit der Polizei, aber bis heute hat sich leider nichts getan. Die Sache ist leider daher etwas eingeschlafen“, so Leskien.

Bürgermeister Frank Leskien.

Der Bürgermeister hält es für nötig, hier noch einmal nachzuhaken. Auch die Elternvertreter der Schule sollen nach Möglichkeit mit ins Boot geholt werden. Besonders problematisch: Schräg gegenüber der Schule steht eine Bushaltestelle. „Das hier nicht etwas geändert wird, versteht kein Mensch“, meint Leskien. Beim Kreis sah man bislang weder einen Bedarf für ein beschildertes Tempolimit auf 50 oder gar 30 Stundenkilometer noch für eine Ampelanlage oder einen Überweg mit Zebrastreifen direkt an der Kuhfelder Schule.

Auch Dirk Tiedge aus Püggen setzte sich bereits für eine sichere Querung im Ort ein (wir berichteten). Zudem kritisierte er, wie es denn sein könne, dass der Altmarkkreis es zulasse, dass Autofahrer entlang der gesamten Grundschule Kuhfelde 80 Kilometer pro Stunde fahren können? So etwas gebe es sonst nirgends direkt an einer Schule, argumentierte Tiedge. In Kuhfelde sieht Bürgermeister Frank Leskien derzeit offenbar die einfachste und zugleich preiswerteste Lösung des Raser-Problems in einer geschickten Versetzung des Ortsschildes. So könne man relativ unbürokratisch versuchen, mehrere Fliegen mit einer Klappe zu schlagen, meinte Leskien.

Von Kai Zuber

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