Rettungshubschrauber flog den Schwerverletzten nach Hamburg

Unfall bei Hilmsen: Mit der Kettensäge den Arm durchtrennt

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(Symbolfoto)

Hilmsen. Ein Mann aus dem Wallstawer Ortsteil Hilmsen hat sich mit der Kettensäge große Teile des Armes durchtrennt. Geistesgegenwärtig habe er sich den Arm noch selbst abgebunden. Wie erst jetzt bekannt wurde, ereignete sich der schwere Unfall bereits am Dienstag, 31. Mai.

Gegen 17.25 Uhr ging an jenem Abend bei der zentralen Leitstelle in Stendal der Notruf ein. Wie die Altmark-Zeitung erfuhr, rief zunächst die Partnerin des Unfallopfers an und gab die Nummer ihres Mannes an die Retter weiter. Umgehend rückten ein Rettungsteam aus Dähre und ein Notarzt aus Salzwedel zur schnellen Hilfeleistung aus. Außerdem landete laut Leitstellenchef Rüdiger Wührl wenige Minuten später vor Ort am Fahrendorfer Weg in Hilmsen der für die Region zuständige Rettungshubschrauber „Christoph 19“. Dieser brachte den Hilmsener in das berufsgenossenschaftliche Unfallkrankenhaus Boberg im östlichen Hamburger Stadtteil Lohbrügge zur Notoperation.

Wie es zu dem schweren Unfall mit der Kettensäge kam, ist bislang noch nicht gänzlich geklärt. Nach Informationen der Altmark-Zeitung ist der verunfallte Hilmsener ein Jäger. Er war nach Aussagen von Nachbarn offenbar während seiner Holzsäge-Arbeit in der Hilmsener Feldflur gestolpert und mit dem Arm in die laufende Kettensäge geraten. Auch Teile des Gesichts waren verletzt.

Wie die Leitstelle weiter informierte, konnte sich der Mann geistesgegenwärtig noch die starke Blutung am Arm weitestgehend selbst abbinden, seine Partnerin sowie Nachbarn und Freunde per Telefon informieren und danach mit den Rettungskräften bis deren Eintreffen noch telefonisch mit dem Handy Kontakt halten. Der mit seinem Leben kämpfende Jäger versuchte sogar noch, blutüberströmt in sein Auto zu gelangen, wo ihm jedoch die Kräfte verließen.

Mit Hilfe der Handy-Ortung wurde der Mann schließlich stark blutend bei seinem Wagen gefunden. Nach den Worten von Leitstellenchef Rüdiger Wührl schafften es die Mediziner vor Ort auch bereits, den nahezu gänzlich abgetrennten Arm wieder zu fixieren. Wie der Altmark-Zeitung gestern vom berufsgenossenschaftlichen Unfallkrankenhaus Hamburg auf Anfrage seitens der zuständigen Pressestelle mitgeteilt wurde, gibt es von dort derzeit keine offiziellen Informationen über den Zustand des Patienten. Wie seine Nachbarn jedoch gestern berichteten, sei der Hilmsener nach der Notoperation auf dem Weg der Besserung und konnte von der Intensivstation verlegt werden.

Von Kai Zuber

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