Vögel im Jeetzetal: Röntgenuntersuchung brachten keine eindeutigen Befunde

Todesursache ungeklärt

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Die Todesursache des gefundenen Raben konnte nicht zweifelsfrei ermittelt werden.

Siedenlangenbeck / Salzwedel. Das Rätselraten um die genaue Todesursache der bei Siedenlangenbeck entdeckten toten Vögel geht weiter.

Der Altmarkkreis hat vom Landesamt für Verbraucherschutz Sachsen Anhalt jetzt immerhin den schriftlichen Befund zu den untersuchten Tieren erhalten, die im Jeetzetal tot gefunden und kürzlich amtlich untersucht wurden.

Folgende Fakten teilte Birgit Eurich von der Pressestelle des Altmarkkreises Salzwedel daraufhin der AZ auf Anfrage mit: Die Befundergebnisse beim Mäusebussard lassen aufgrund des fortgeschrittenen Verwesungszustandes und dem Fehlen der inneren Organe keine konkrete Aussagen zu möglichen Erkrankungen, zur Todesursache oder darüber zu, ob eine Vergiftung vorgelegen hat, zu. Bei dem toten Kolkraben konnte anhand der vorgenommenen Untersuchungen keine spezifische Krankheit beziehungsweise keine Ursache für das Versterben des Tieres festgestellt werden. „Weder die Röntgenuntersuchung noch die Sektion, Histopathologie oder die Bakteriologie brachten einen eindeutigen Befund. Eine toxikologische Untersuchung konnte aufgrund des geringen Mageninhaltes nicht durchgeführt werden, wodurch eine Vergiftung weder ausgeschlossen noch eindeutig diagnostiziert werden konnte“, teilte die Pressestelle des Altmarkkreises Salzwedel mit.

Hintergrund: Im Jeetzetal südlich von Siedenlangenbeck wurden in den vergangenen Wochen mehrere tote Großvögel gefunden. Ein Kolkrabe und ein Bussard konnten identifiziert werden. Beide Kadaver wurden in einem Umkreis von etwa 300 Metern bei Siedenlangenbeck in einem Feuchtgebiet gefunden.

Ornithologen beobachten seit Wochen, dass die Vogelpopulation in der besagten Feuchtniederung bei Siedenlangenbeck tendenziell abgenommen hat. In den vergangene Wochen untersuchte zudem ein Ornithologe aus Halle das Feuchtgebiet. Hintergrund ist die Umweltverträglichkeitsstudie zum geplanten Windpark bei Siedenlangenbeck. Die Ornithologen sammelten im Jeetzetal unter anderem Daten zum Brutverhalten und zur Raumnutzung der Vögel.

Von Kai Zuber

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