Theater gastiert erstmals mit dem Volksstück „Cyrano de Bergerac“ im Innenhof der Apenburger Burg

Theater der Altmark: Französische Liebe in alten Gemäuern

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Roxane, gespielt von Simone Fulir, ist die Frau der Begierde. Gleich zwei Männer wollen ihr Herz erobern.

leh Apenburg. Ganz tief durchatmen konnte Cheforganisator Andreas Schwieger am Sonntagnachmittag kurz vor Beginn der Premierenvorstellung „Cyrano de Bergerac“ in der Apenburger Burg.

Cheforganisator Andreas Schwieger (l.) unterhält sich vor dem Stück mit Stendals TdA-Intendant Alexander Netschajew.

„Der Aufwand und die Arbeit in den vergangenen Wochen haben sich durch die Besucherresonanz gelohnt“, freute sich Schwieger. Über 200 Gäste wollten die romantische, französische Komödie von Edmund Rostands in historischen Gemäuern sehen. Für die Organisatoren der Siegel von Apenburg Gmbh eine Bestätigung ihrer engagierten ehrenamtlichen Arbeit. Und nach dem Erfolg vom Wochenende wird es wohl auch 2017 wieder ein Gastspiel des Theaters der Altmark in Apenburg geben. Denn auch Intendant Alexander Netschajew war vor Ort und sprach mit Andreas Schwieger über die weitere Zusammenarbeit.

Der Innenhof der Apenburger Hof war mit 200 Besuchern gut gefüllt. Nicht nur Einheimische waren gekommen, um das Gastspiel vom Theater der Altmark zu sehen. Auch aus Salzwedel, Gardelegen, Kalbe sowie Orten der östlichen Altmark.

Und natürlich soll auch 2017 wieder französisches Flair durch die historischen Gemäuer ziehen. Denn Frankreich-Kenner Andreas Schwieger fährt seit 1990 jährlich in das Land am Mittelmeer, hatte zur Veranstaltung am Sonntag extra aus Frankreich fünf verschiedene Sorten Weiß- und Rotwein zum Verkauf mitgebracht. Dazu servierte seine Frau Rosemarie gemeinsam mit Elke Friedrichs das französische Feingebäck Madeleines.

Mit der erstmaligen Theateraufführung wird die Apenburger Burg nicht nur zum alljährlichen Fest genutzt, sondern auch für andere Veranstaltungen. Dazu gehört das jüngste Blues-Konzert mit der Steelyard Blues Band.

Cyranos Markenzeichen ist die lange Nase. Volker Wackermann (r.) schlüpfte in die Rolle, während Tilmar Kuhn drei Figuren spielte.

Mit dem spaßigen 100-minütigen Volksstück im Burghofinneren konnten die drei Schauspieler Volker Wackermann (Cyrano), Tilmar Kuhn (Mönch, Soldat und Ragueneau) sowie Simone Fulir (Roxane, Duenna, Montfleury und Soldat) überzeugen und beim Publikum auch Werbung für ihr Stendaler Haus machen. Alle drei Schauspieler füllten ihre Rollen zur Freude der Besucher erstklassig aus. In der Komödie ist Cyrano mit seiner markanten langen Nase unsterblich in Roxane verliebt. Aber auch Ragueneau will das Herz der bildschönen Frau erobern.

Doch die Inszenierung von David Lenard endet unschön. Cyrano, schwer verwundet, stirbt in den Armen von Roxane, die sich in ein Kloster zurückgezogen hat.

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