Mitglieder des Feuerschutzausschusses besichtigen Gerätehäuser in Jübar und Rohrberg

Stromkasten im Gerätehaus ist aus dem Jahr 1936

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Mathias Gose (v.l.) zeigte Feuerschutzausschuss-Vorsitzendem Frank Leskien und Lothar Köppe den seperaten Umkleideraum.

klü Jübar / Rohrberg. „Unser Sicherungskasten im Feuerwehrgerätehaus ist aus dem Jahr 1936."  

"Da traut sich kaum ein Elektriker dran, aber es muss dringend was gemacht werden“, appellierte der Jübarer Ortswehrleiter, Ringo Büst, bei der Sitzung des Feuerschutzausschusses der Verbandsgemeinde Beetzendorf-Diesdorf am Mittwoch.

In Jübar wurde auch das neue HLF unter die Lupe genommen.

Vorsitzender Frank Leskien und Verbandsgemeindebürgermeisterin Christiane Lüdemann schauten sich ganz genau in dem Gebäude um. Vor zwei Jahren hatten die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Jübar mit dem Renovieren des Gerätehauses begonnen. „Wir haben viel in Eigenleistung gemacht. Aber wenn wir an einer Stelle fertig sind, müssen wir an zwei Stellen schon wieder anfangen“, nutzte Büst die Chance, und wies auf Probleme hin. So fehlt auch ein Mannschaftstransportfahrzeug. „Nicht nur, dass es für die Jugendarbeit wesentlich angenehmer ist, die Kinder geschlossen hin und her fahren zu können. Auch könnten wir so schneller mit vereinten Kräften am Einsatzort sein“, erklärte Büst. Und auch die Wasserversorgung ist in der Gemeinde nicht an allen Ecken gegeben. „Wir haben zwar in Jübar den Dorfteich, aber wenn es an der anderen Ecke brennt, könnte uns schnell das Wasser ausgehen. Ein Feuerlöschbrunnnen in Schulnähe würde uns da viel helfen.“

Auch in Rohrberg schaute sich der Feuerschutzausschuss um. Ortswehrleiter Mathias Gose sprach bei dem Rundgang die Problematik für die kleineren Wehren in der Gemeinde an. „Viele sind tagsüber nicht einsatzbereit, weil einfach die Kameraden fehlen. Da müssen die großeren Wehren dann einspringen und übernehmen.“ Im vergangenen Jahr rückten die Rohrberger zu 53 Einsätzen aus, in diesem Jahr schon 45 mal.

Eine Schwierigkeit in Rohrberg seien die Nachtspeicheröfen. Nicht nur die Stromkosten seien problematisch, auch die Gebäude überhaupt warm zu halten, sei nahezu ein Ding der Unmöglichkeit informierte Gose. Feuerschutzausschuss-Vorsitzender Leskien versprach, die Probleme nach Möglichkeit anzugehen.

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