Eckhard Gnodtke (CDU) will als möglicher Abgeordneter Ärzte aufs Land holen

Schwerpunkt Gesundheit

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Eckhard Gnodtke erläuterte vor der Abstimmung die Problemfelder, die er als Bundestagsabgeordneter angehen würde.

Altmark / Winterfeld. Das Votum für Eckhard Gnodtke als CDU-Direktkandidat bei der nächsten Bundestagswahl am Mittwoch in Winterfeld ist keine Überraschung gewesen. 

Bis 19.14 Uhr, dem offiziellen Schluss der Bewerbungsphase, hatte sich unter den versammelten Christdemokraten aus den beiden Kreisverbänden Stendal und Altmarkkreis Salzwedel kein Gegenkandidat gefunden. So konzentrierte sich der Abend ganz auf Gnodtke, der als Dezernent in der Verwaltung des Altmarkkreises tätig ist und sich dort um Kultur, Jugend, Schulen und Soziales kümmert.

Der in Depekolk wohnhafte 58-Jährige stellte seine Agenda vor: In der Flüchtlingsfrage lehne er sich an das an, was das Land derzeit vorgibt. Ein Detail verriet er allerdings: So sollte überprüft werden, ob Flüchtlingen in Deutschland der Schutzstatus entzogen werden könne, wenn diese Urlaub in ihrem Heimatland, aus dem sie eigentlich geflohen sind, machen.

Insgesamt 81 stimmberechtigte CDU-Mitglieder traten am Mittwochabend den Gang zur Wahlurne an. Auf dem Zettel fand sich mit Eckhard Gnodtke nur ein einziger Bewerber. Dieser erhielt am Ende mit 72 Stimmen die notwendige Mehrheit.

Sein Hauptanliegen sieht Gnodtke jedoch in der Gesundheitspolitik, um dessen Ausschuss er sich bei einer erfolgreichen Wahl bemühen wolle. Mehr Allgemeinmediziner sollen wieder aufs Land, erklärte der CDU-Mann, der Altmarkkreis habe eine Versorgung von 85 Prozent, der Landkreis Stendal immerhin noch 100 Prozent. Eine bundesweite Regelung soll für eine bessere Verteilung sorgen. „Es ist nicht einzusehen, dass die Menschen auf dem Land schlechter dran sein sollen, obwohl sie dieselben Beiträge wie in der Großstadt bezahlen“, so Gnodtke.

Die Autobahn 14, die Aufnahme der B 190 n und einer Elbbrücke bei Havelberg in den vordringlichen Bedarf beim Ausbau der Infrastruktur waren weitere Punkte, die der Kandidat ansprach. Er sei auch dafür, über den staatlichen Aktienanteil bei der Telekom stärker Einfluss zu nehmen, damit sich das Unternehmen beim Breitbandausbau auf dem Land nicht nur die lukrativen Orte aussucht. „Es kann nicht sein, dass dann Zweckverbände hohe Kredite aufnehmen müssen, um die weißen Flecken zu schließen“, machte Gnodtke deutlich.

Die AZ fragte nach den Umständen der Kandidatur. „Ich bin gefragt worden“, antwortete der Kreismitarbeiter. Es sei zwar überraschend gekommen, aber er habe trotzdem nicht lange nachdenken müssen, sagte Eckhard Gnodtke.

Von Jens Heymann

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