Hohengrieben lässt nicht locker / Kritik am Diesdorfer Gemeinderat

Schulscheune erhalten

+
Die Schulscheune in Hohengrieben ist zur Hälfte abgerissen. Der verbliebene Teil soll erneuert und der abgerissene ersetzt werden. Das Feldsteinfundament haben die Einwohner bereits selbst hingesetzt.

Hohengrieben. Die Bürger von Hohengrieben lassen nicht locker. Dr. Gerhard Schulz, ehemaliger Bürgermeister der Gemeinde Mehmke und Hohengrieben, brachte das Thema „Schulscheune Hohengrieben“ während der Einwohnerfragestunde der jüngsten Ratssitzung erneut zur Sprache.

„Seit Jahren möchten wir, dass die alte Schulscheune wieder aufgebaut wird. Das Objekt würde jetzt ins Leader-Programm gut reinpassen“, sagte er. Dr. Schulz mahnte an, dass der Rat auch mal an die Dörfer denken sollte und nicht nur Projekte in Diesdorf fördere. Auch wünschte er sich, dass der Rat die Dörfer mal besuche und nach den Sorgen und Nöten der Einwohner frage.

Warum sind die Hohengriebener so erpicht auf die Schulscheune? Dr. Schulz: „Weil es das erste Schulgebäude in der westlichen Altmark ist, welches hier nachweislich auf Anordnung Friedrich II. gebaut wurde. Die Lehrer unterrichteten damals noch abwechselnd in den Häusern der Bauern.“ Das bestätigte auch Hartmut Bock in seinem neuen Buch „Obrigkeit und Untertanen“. „Das ist schon was Einmaliges für unsere Region, was der Alte Fritz da verfügt hat“, sagte Bock. „Und dieses Einmalige wollen wir der Nachwelt erhalten, ohne da gleich ein Museum draus zu machen“, erklärte Dr. Schulz. [...]

Von Rüdiger Lange

Mehr zum Thema lesen Sie am Dienstag im E-Paper und in der gedruckten Altmark-Zeitung.

Kommentare