Rohrberger Schießerei wird morgen in Stendal verhandelt

Schütze steht vor Gericht

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Die Schießerei am Angelteich rief die Polizei auf den Plan. Die vier Männer, die alle aus Niedersachsen stammen, gerieten in einen Streit, der eskalierte. Der Schütze steht ab Freitag vor dem Richtertisch.

Rohrberg. „Versuchter Totschlag“ heißt die Anklage, die am Freitag, 7. Oktober, in Stendal verhandelt wird. Der Angeklagte, ein 50-Jähriger aus Niedersachsen, hatte am Himmelfahrsttag am Rohrberger Angelteich auf drei Männer geschossen.

Die drei Männer (36, 41 und 42 Jahre) wurden durch Kugeln zum Teil schwer verletzt. Sie trugen einen Streifschuss am Kopf sowie einen Durchschuss im rechten Mittel- beziehungsweise Oberbauch davon. Auch der Schütze wurde durch einen stumpfen Gegenstand verletzt und musste in den vergangenen Wochen ärztlich versorgt werden.

Die Ermittlungen der Beamten gestalteten sich schwierig, da die vier Männer mauerten und mit der Wahrheit und dem Tathergang nicht herausrücken wollten. Zudem musste der Gesundheitszustand aller Beteiligten sich zunächst verbessern, so dass sich die Verhöre hinzogen.

Wie Polizeisprecher Marc Becher während der Ermittlungen betonte, könnte auch ein banaler Grund die Ursache für den Streit sein. Die Polizei geht davon aus, dass die Männer betrunken waren.

Die Gerichtsverhandlung in Stendal gegen den 50-jährigen Niedersachsen beginnt um 9 Uhr im Saal 121 des Landgerichtes. Der Folgetermin ist auf Freitag, 21. Oktober, 9 Uhr festgesetzt.

Von Katja Lüdemann

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