Vorzeitiger Maßnahmebeginn für Schulscheunenprojekt / Submission am 28. Juli

Rückenwind für Hohengrieben

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Nachdem die alte Schulscheune des Preußendorfes Hohengrieben abgerissen ist, soll der Neubau beginnen und anschließend mit Leben erfüllt werden. Ein Nachfolgeprojekt ist ebenfalls in Planung.

Hohengrieben. Ein ehrgeiziges Projekt mit viel Bürgerengagement bekommt „Leader“-Rückenwind: Der Vorzeitige Maßnahmebeginn für das Hohengriebener Projekt „Schulscheune“ ist genehmigt worden.

„Das heißt zwar nicht zwingend, dass am Ende auch die erhofften Fördermittel fließen, aber es ist zunächst ein positives Signal“, erklärte Mitinitiator Gerhard Schulz aus Hohengrieben auf Anfrage der Altmark-Zeitung.

Mittlerweile ist die marode Schulscheune abgerissen. Sie soll nun mit Hilfe der Fördermittel wieder neu aufgebaut werden. Die Ausschreibungen für das Projekt sind laut Schulz raus. Am 28. Juli soll nun die Submission sein.

„Wir werden das zuständige Landesverwaltungsamt regelmäßig über den aktuellen Projektstand auf dem Laufenden halten“, sagte Schulz. Nahezu als einziges Projekt in der Region wurde den Hohengriebenern der vorzeitige Maßnahmebeginn zugebilligt – zweifelsfrei ein gutes Zeichen, weil andere Förderungen in der Westaltmark noch auf entsprechende Zusagen warten.

Das bedeutet im Klartext: Die Hohengriebener Mitstreiter des neu gegründeten örtlichen Heimatvereins haben ihre Hausaufgaben gemacht. Aber nicht nur mit viel Eigenleistungen sind die Dörfler bislang aktiv geworden: Zwischen 26 000 und 34 000 Euro haben sie bereits in das Projekt gesteckt. Und das wohlgemerkt ohne ersichtliche Unterstützung des Fleckens Diesdorf, dessen Ortsteil ja Hohengrieben ist.

„Wir wollen natürlich das gesamte Objekt auch mit kulturellem Leben erfüllen, sobald die Scheune steht“, sagte Schulz. Er rechnet mit 130 000 Euro Gesamtkosten und mit einer möglichst 80-prozentigen Förderung. Mangelnden Ehrgeiz kann man den Hohengriebenern also nicht unterstellen.

Gemeinsam mit der geplanten Sanierung der alten Schulscheune wollen die derzeit knapp 30 Einwohner des kleinen Diesdorfer Ortsteils bereits das nächste Projekt anschieben. Hinter der Schulscheune soll auch ein parkähnlicher Schulgarten angelegt werden.

Von Kai Zuber

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