Feuerwehr bis Ende November schon über 200 mal im Einsatz / Stürmische Wetterlagen

Rekordjahr für die Aktiven in der Verbandsgemeinde

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Weil auch die Anzahl der Hilfeleistungen bei Unfällen weiter gestiegen ist, investieren die Feuerwehren – auf dem Foto Diesdorf und Dähre – mehr Zeit in Übungen.

Beetzendorf-Diesdorf. Schon jetzt ist klar, das Jahr 2015 geht in Sachen Feuerwehreinsätze in die Geschichte der Verbandsgemeinde (VG) Beetzendorf-Diesdorf ein. Bis zum 23. November, so der Stand der Zählung in der Verwaltung, gab es 215 Einsätze.

„Normalerweise liegen wir pro Jahr bei rund 120“, berichtete Verbandsgemeindebürgermeisterin Christiane Lüdemann auf Anfrage der Altmark-Zeitung.

Im Sommer ragte dabei eine Brandserie bei Beetzendorf und Rohrberg heraus. Ein Brandstifter sorgte dafür, dass der Beetzendorfer Bahnhof und ein Wohnhaus in Flammen aufgingen. Zudem traf es das Vereinsheim eines Autoclubs unweit des Verwaltungsgebäudes der VG. In Rohrberg brannte eine ehemalige Gaststätte nieder und ein Stall wurde Opfer der Flammen. Aufgeklärt sind die Fälle bis heute nicht.

Allerdings sorgten eher stürmische Wetterlagen für die Vermehrung der Einsätze. „111 mal waren die Feuerwehren wegen Windbruchs draußen“, erklärte Lüdemann. Dazu kamen 38 Hilfeleistungen bei Verkehrsunfällen und 51 Brandeinsätze. „Auch die Hilfeleistungen bei Unfällen nehmen zu“, stellte die VG-Bürgermeisterin fest. Dass dieses Jahr für die Ehrenamtlichen ein besonderes war, zeigt der Vergleich mit 2014. Damals mussten alle Wehren nur 78 mal ausrücken.

Die Steigerung der Einsätze sorgt auch im Haushalt der VG für Veränderungen. Die Technik, „die in vielen Teilen um die 25 Jahre alt ist“, wie Christiane Lüdemann mitteilte, leidet darunter. Der VG-Rat musste deswegen am Mittwoch 30 000 Euro an außerplanmäßigen Ausgaben in den Haushalt einstellen. „Wir hatten uns bei unserem Planansatz natürlich an den Vorjahren orientiert“, erklärte Kämmerin Dorlis Reimann. Verwaltungschefin Lüdemann betonte, dass durch die Einsätze auch wieder Einnahmen in die VG-Kasse zurückfließen. Dennoch bleibt der große Aufwand der Aktiven.

Von David Schröder

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