Inspiration für die Maler der Region – Aber: Niemand badet mehr

Den Monster-Wels aus Lüdelsen gibt es jetzt in Öl

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Über Nessy, das Seeungeheuer aus Loch Ness, gibt es tausende Bilder. Petra Würdig aus Hanum zeigt ihr Ölbild vom Riesenwels aus Lüdelsen. Der Fisch hat ihr aber nicht Model gestanden. Das Motiv entstammt ihrer Phantasie.

Lüdelsen / Hanum. Auf die Größe allein kommt es bekanntlich nicht an: Der Arendsee hat seine Queen und der Lüdelsener Dorfteich seit neustem sein „Nessie“-ähnliches Ungeheuer in Form eines Riesenfisches – einem Monster-Wels.

Mittlerweile ranken sich bereits bundesweit Legenden um das Schuppentier, das einige Angler auf zwei Meter Länge schätzen.

Doch Dichtung und Wahrheit weichen bekanntlich nicht nur hier etwas ab. Aber wie auch immer: „Der Riesenfisch aus Lüdelsen ist derzeit Thema Nummer eins im Dorfgeschehen“, sagt Heike Peters aus Lüdelsen schmunzelnd. Und es gibt Neuigkeiten über den Raubfisch, der sich tagsüber tief in den schlammigen Fluten des Dorfteiches versteckt und offenbar nur nachts aktiv wird. Denn: Den Wels gibt es jetzt in Öl. Aber nicht zum Essen, sondern nur zum Schauen. Die Maler der Region sind nämlich neben den Anglern dem Riesenwels auf die Spur gekommen.

„Ich habe die Entwicklung seit Tagen verfolgt und wurde dazu inspiriert, unseren Wels auf Leinwand zu malen“, erzählt Petra Würdig aus Hanum. Ob der Wels der Hobby-Malerin für das Bild Modell gestanden hat, wollten Interessierte wissen. „Nein, natürlich nicht. Dass er hier in meinem Bild aus den Fluten auftaucht, entsprang meiner Phantasie“, lacht Petra Würdig.

Derweil sind indes ganze Angler-Heerscharen am Lüdelsener Teich unterwegs, um den Riesenwels an den Haken zu bekommen. Früher zu DDR-Zeiten war das Gewässer auch bei Badegästen beliebt. „Heute traut sich wegen dem Wels niemand mehr ins Wasser“, meint Heike Peters, wobei das Baden im See eh verboten ist. Wie sie berichtet, soll der Wels ein weibliches Gegenstück gehabt haben, was aber jetzt nicht mehr da sei. „Deswegen sind junge Welse als Nachkommen auch nicht ausgeschlossen. Legenden, die sich um den Riesenfisch ranken, sind schnell gesponnen“, meint die Lüdelsenerin.

Von Kai Zuber

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