Bürgermeister Frank Leskien plant Gespräche in Sachen Tempolimit

Die Raserei vor der Kuhfelder Grundschule soll enden

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Tempo 80 direkt an einer Grundschule – das ist nahezu einzigartig in Deutschland.

zu Kuhfelde. Als die AZ vor drei Monaten über die Zustände an der B 248 berichtete, wo direkt gegenüber der Kuhfelder Grundschule mit Tempo 80 am Ort vorbeigerast werden kann, löste der Artikel sogar überregional Beachtung aus.

Eine Fernsehstation aus dem benachbarten Niedersachsen fand den Fall, wo Autofahrer mit 80 Sachen eine vielbefahrene Straße direkt an einer Schule tangieren können, derart befremdlich, dass sie dazu eine aktuelle Berichterstattung einplante.

Nun gibt es Bewegung in dieser Angelegenheit: Alle Beteiligten sollen zu einem konstruktiven Gespräch zusammenkommen. Kuhfeldes Bürgermeister Frank Leskien plant einen runden Tisch. „Ich möchte demnächst Gemeinderat, Elternvertreter der Kuhfelder Grundschule, Polizei-Revierleiter und Vertreter des zuständigen Landesbetriebes Bau zu einer Gesprächsrunde einladen“, so Leskien im AZ-Gespräch zu seinem Vorstoß. Es sollen mögliche Lösungswege ausgelotet werden. Ziel ist die Entschärfung der Gefahrenstelle an der B 248 direkt an der Schule.

Dass dort mit Tempo 80 vorbeigerast werden kann, ist sogar bundesweit nahezu einzigartig. Wenige Meter weiter befindet sich die Straßen-Einmündung zur Kindertagesstätte. Gegenüber der Schule auf der anderen Straßenseite ist eine Bushaltestelle, was die Situation zusätzlich verschärft. „Die 248 zwischen Salzwedel und Rohrberg ist ohnehin eine sehr gefährliche Strecke und an der vorgeschriebenen Geschwindigkeitsbeschränkung auf Tempo 80 halten sich bekanntlich nicht alle Autofahrer. Viele rasen in Kuhfelde mit 100 Stundenkilometern am Ort vorbei“, so Leskien.

Er deutete bereits eine einfache Möglichkeit an, die unbürokratisch, kostengünstig und einfach umzusetzen sei: Wenn es gelingen könne, dass Kuhfelder Ortseingangsschild so zu versetzen, dass im Bereich der Schule Tempo 50 gilt, dann wäre schon sehr viel erreicht, hieß es. „Das wäre das Einfachste.“

Indes zeichnet die Unfallstatistik zwischen Rohrberg und Salzwedel ein düsteres Bild: Die Unglücke häufen sich – nicht nur weil viele Pendler aufgrund der fehlenden altmärkischen Autobahnen die B 248 als Abkürzung in Richtung Wolfsburg und weiter zur A 2 benutzen.

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