Beetzendorfer Bahnhof am Sonnabendmorgen ausgebrannt / 83 Einsatzkräfte vor Ort

Polizei vermutet Brandstiftung

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Das leerstehende Bahnhofsgebäude in Beetzendorf brannte am frühen Sonnabendmorgen aus.

Beetzendorf. Sonnabend 6.08 Uhr – Sirenenalarm in Beetzendorf und in den umliegenden Orten. Die Feuerwehren werden zum Bahnhof nach Beetzendorf beordert. Dort brennt lichterloh das leer stehende Bahnhofsgebäude.

War es Brandstiftung? Doch über diese Frage zu sinnieren, haben die Einsatzkräfte keine Zeit. Es gilt, das Feuer schnell zu löschen und ein Ausbreiten auf andere Gebäude zu verhindern. Einsatzleiter Bert Juschus koordiniert mit Mathias Gose und Jan Mania die Löscharbeiten. 83 Feuerwehrleute von zehn Wehren der Region, sind bei den Löscharbeiten im Einsatz. Die Flammen schlagen lichterloh aus dem Gebäude. Doch durch den geballten Einsatz aller Kräfte kann der Brand schnell eingedämmt und gelöscht werden. Nach einer Stunde dürfen die ersten Rettungskräfte bereits wieder abrücken.

Immer wieder flammten kleine Glutnester auf.

Der Beetzendorfer Feuerwehr obliegt es, die Brandstelle zu sichern. Außerdem müssen später noch einige Brandnester bekämpft werden. „Wir haben super zusammengearbeitet“, schätzt Bert Juschus das Zusammenwirken aller Wehren ein. Polizei und Kripo nehmen schon kurz nach den Löscharbeiten die Ursachenermittlung für den Brand auf. „Aller Wahrscheinlichkeit nach war es Brandstiftung“, sagt Werner Friedrichs von der Kripo Salzwedel. Zur Schadenshöhe kann er noch keine genauen Angaben machen. „Das hängt davon ab, wie das Gebäude versichert war“, informiert er. Da der Ostflügel des Bahnhofsgebäudes völlig zerstört ist, dürfte der Schaden mehrere 10 000 Euro betragen, so erste Schätzungen.

Von Rüdiger Lange

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