Sommercamp mit Workshops und Kunst in „Sieben Linden“: Sunna Huygen unterhielt 250 Gäste

Kabarett im Öko-Amphitheater

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Ausgelassene Stimmung im Amphitheater des Ökodorfes, als Kabarettistin Sunna Huygen ihre Weisheiten und Geschichten aus allen Bereichen des Lebens zum Besten gab.

Poppau. Rund 250 Gäste aus ganz Deutschland genossen für eine Woche das Sommercamp „Zwischen(T)träume“ im Ökodorf „Sieben Linden“ bei Poppau.

„50 Prozent sind Stammgäste aus dem Freundeskreis Ökodorf, der Rest ist eine bunte Mischung, die bei uns Erfahrungen sammeln möchte“, sagte Nicoletta Geiersbach vom diesjährigen Hauptorganisationsteam.

Das jährliche Sommercamp ist gespickt mit zahlreichen Workshops und Veranstaltungen, die viele Themen durchleuchten. „Vormittags sind es Aktionen, die wir im Vorfeld genau geplant haben“, informierte Geiersbach. Und sie nannte unter anderem Musikimprovisationen mit Christoph Strunke („Sieben Linden“) und Bernd Kirchner (Berlin) oder auch Tiefenökologie mit Gabi Bott.

Nachmittags gaben viele Teilnehmer ihre Erfahrungen weiter, wie zum Beispiel zu alternativen Geburten, alternativen Tanztechniken, Konfliktbewältigung oder speziellen Rückenschulen. Aber auch an die Kinder war während dieser Woche gedacht. In diesem Jahr faszinierte vor allem der Verein „Motiva Spielzeit“, der Kindern und Erwachsenen viele Spiele mit Ökomaterialien bot. „Das kam super an“, lobte Geiersbach die verschiedenen Möglichkeiten.

Höhepunkt war am Sonnabend der Auftritt der Kabarettistin Sunna Huygen aus Küsten im Wendland. Die gelernte Tischlerin überzeugte mit viel Witz, Ironie und Charme über anderthalb Stunden lang. Schon der Name ihres Programms „Zwischenräume“ passte zum Sommercamp „Zwischen(T)räume“. „Das ist reiner Zufall“, gestand die Kabarettistin, die auch mehrfach bei der Kulturellen Landpartie im Wendland aufgetreten ist und es sogar schon bis ins dritte Programm im Fernsehen geschafft hat, wie sie sagt.

Sunna Huygen nahm kein Blatt vor dem Mund, wenn es um weibliche Auszubildende im Handwerk oder um wirtschaftliche Vorteile weiblicher Arbeitskräfte ging. Denn als gelernte Tischlerin „musste sie oft auf Männerklos pinkeln gehen“.

Ihr witziges Programm war eine bunte Mischung aus Politik, Poesie und vielen Erlebnissen, die zum Nachdenken anregten und den Gästen viel Spaß bereiteten. Handwerk, Rassismus, Sexismus, die Beziehungen zwischen den Menschen aber auch die neuen Vorsätze zu Beginn eines jeden Jahres standen im Fokus ihres umjubelten Auftritts im Amphitheater des Ökodorfes „Sieben Linden“.

Von Rüdiger Lange

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